![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Zurück zur Hauptseite | www.eve-online.com | ||
|
|||||||
| Events, Roleplay & Geschichten aus der EVE Welt Hier könnt Ihr eure Geschichten zum Besten geben. |
![]() |
|
|
Themen-Optionen |
|
|
#1 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
So ... wie zuvor angekündigt, schreibe ich was anderes, neues.
Die folgenden Texte sollen die ingame-Erlebnisse Ashs, also des Charakters, wiederspiegeln. Sie sind bitte nicht als ... politische Ansichten seitens meiner Wenigkeit oder meiner Corp anzusehen. Das ist auch daran zu erkennen, dass die beschriebenen Ereignisse über das in EVE spielbare hinausgehen, sprich es wird nicht ständig nur von Asteroidengürtel zu Planet gehüpft und eine Salve nach der anderen in pösen Gegnern versenkt. Die Texte sind insgesamt unzusammenhängend, aber (größteteils) chronologisch, d.h. vorherige Themen können (und werden) sehr wohl wieder aufgegriffen werden. Das hat den Vorteil, dass. .... ach egal. Viel Spaß beim Lesen. =)
__________________
Geändert von ashnazg (27.02.2009 um 12:58 Uhr) |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
24. November YC110
Ohide VIII, Mond 6, Kaalakiota Corporation Factory Ash saß im dämmrig beleuchteten Büro der Totengräber, die langen, blassen Finger auf dem Tisch verschränkt. Vor ihm lag ein dünner Umschlag, dessen fahle Farbe im Kontrast zum dunkelgrauen Marmor des Schreibtisches stand. Er griff nach dem Brieföffner zu seiner Rechten, einer geschwärzten Klinge, in welche das Logo der Corporation eingraviert war. In einer geschmeidigen Bewegung durchtrennte er die Versiegelung des Umschlages und zog einige Bögen Papier heraus. Das erste war ein handschriftliches Schreiben des vorherigen CEOs. Er überflog es, zerknüllte ihn und warf es mit einem kurzen, zornigen Zucken der Augen vom Tisch. Er lehnte sich zurück und versank im ledernen Ohrensessel. Mit einem Seufzer blickte er an die Decke, welche bis auf eine unauffällige Leuchte leer war. Er atmete hörbar aus und zückte ein weiteres Blatt Papier, fasste es zwischen Daumen und Zeigefinger und zeigte es Lamelias Bellaqua. „Das hier ist unser Freibrief. Ein Freibrief, den keiner von uns wollte, ein Freibrief, quasi über Nacht ausgestellt.“ Mit einem abfälligen Lächeln las er einige Sätze aus dem Schriftstück vor: „Hiermit übergebe ich, bla ... die Führung der Totengräber an Romain Remeaux, genannt Ashnazg, .... blubb.“ Er ließ das Blatt wieder sinken und musterte die verbliebenen Papiere. Alle trugen das Corplogo und die Unterschrift seines Vorgängers. Lamelias stand auf und fischte sie mit spitzen Fingern vom Tisch. Sie streifte ihr glattes, schwarzes Haar nach hinten. „Das scheinen die Verwaltungspapiere zu sein ...,“ sie blätterte durch den Stapel, „müsste soweit alles da sein. Inventar, Schiffe, Mitarbeiter, Büros, Hangare.“ Ash nickte. Er fuhr sich mit der Hand ans unrasierte Kinn und strich über die Bartstoppeln. „Nun denn ... Möge die Operation Totengräber 3.0 beginnen.“ Mit einem Wink rief er den Holoschirm auf. Einige Fingerbewegungen später befand er sich in der Corporationverwaltung. „Ich habe mich in den letzten Stunden ein wenig hier eingearbeitet und ein paar persönliche ... nennen wir es Prioritätspunkte festgelegt. Wir sind nicht mehr viele, gerade mal vier Kapselpiloten, dazu die restlichen Mitarbeiter – im Grunde ein totaler Neuanfang.“ Er wählte einen Menüpunkt aus. „Ich möchte zuallererst einmal aufräumen – in unserer Belegschaft. Wir haben viel zu viele Leute für vier Piloten bei uns, darunter einen verdammt großen Haufen Loyalisten irgendwelcher Gesellschaften und Leute, die uns eigentlich egal sein sollten, weit mehr, als gut für uns ist.“ Er öffnete die Akten eines Mitarbeiters und drehte den Schirm dann so, dass Lamelias mitlesen konnte. „Lius Rourtgard. Nur ein einfacher Dockarbeiter, hat gerade mal Zugriff auf die Klotüren, und ist doch schon bis zum Hals in den Ärschen irgendwelcher staatlicher Organisationen ... Theology Council ... Kaalakiota ...“ Lamelias setzte sich auf die Tischkante: „Gut ... dann kümmerst du dich um die Leute. Nimm dir alle Zeit der Welt, wir sollten jetzt nichts überstürzen ... und sei vor allem gründlich. Ich will nachher keine Arschkriecher mehr hier haben.“ Sie grinste. „Ich widme mich dann mal den Diplomaten, ich hatte heut Morgen schon wieder ein Dutzend Nachrichten irgendwelcher Aasgeier, die wissen schneller als man selbst, wenn es in der Führungsetage bröckelt.“ „Jup, okay. Wir sehen uns dann morgen früh ... so gegen 0900?“ „Passt.“
__________________
|
|
|
|
|
|
#3 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
26. Dezember YC110
nahe Aliette I Mit einem erregenden Kribbeln erreichten die Signale der Bordelektronik Ashs Körper. Der Scanner empfing mindestens ein Dutzend Signale, darunter wohl zwei Kreuzer. Einen Gedanken später erwachte der Antrieb und beschleunigte die Vexor auf Höchstgeschwindigkeit. Ash beobachtete mittels der Kameradrohnen wie das Heck des Kreuzers von einer blassblauen Flamme umhüllt wurde. Die Flamme nahm an Umfang zu, bis ein sanftes Vibrieren das gesamte Schiff durchdrang. Das Schiff wurde schneller und verlor dann kurzzeitig an Fahrt, erreichte nahezu eine Art Schwebe, bis es plötzlich mit einem Ruck nach vorne gezogen wurde. Um das Schiff bildete sich ein schimmernder Schirm, welcher sich um die beschleunigende Vexor herum zu einem Tunnel weitete. Unter der Energie des Warpkernes erzitternd erreichte das Schiff sein Maximum, um dann mehrere Sekunden lang fast erschütterungsfrei durchs All zu gleiten. Die Umgebung verlangsamte sich wieder und Ash wurde in der Kapsel nach vorne gedrückt. Die empfangenen Signale präzisierten sich auf sieben Fregatten sowie zwei Kreuzern. „Drohnen auf Gefechtsstation, Türme bereit.“ Der graugrün glänzende Bug des Schiffes stieß in die Gaswolke vor, welche die Strukturen der Serpentis umgaben. Schlieren blassgrauen Gases bildeten Verwirbelungen um die Düsen herum und formten einen langen, leuchtenden Schweif. Kleine Asteroiden prallten gegen die Hülle und zerbarsten zu schillerndem Staub. Ash lächelte, als die Hilftriebwerke der Vexor zündeten. Er schwenkte nach links und brachte sich auf seitlichen Kurs zu den feindlichen Schiffen. Die Instrumente vermeldeten ein gegnerisches Aufschalten, die taktischen Einblendungen verrieten ein Ausrichten und Formieren der Serpentis in mehreren Gruppen. Eine Kommunikationsanfrage öffnete sich. Ash, seine Belustigung zurückhaltend, nahm an. „ Kehren Sie augenblicklich den Schub ihres Schiffes um und verschwinden Sie, dann gewähren wir Ihnen sicheres Geleit.“ „ Jungs ... tut mir wirklich leid.“ Ash unterbrach die Verbindung. Im selben Atemzug erwachte das bis zu diesem Augenblick vergleichsweise stille Schiff zu Leben. Ein unterschwelliges Surren wurde in sein Gehirn projiziert und die Kameradrohnen übermittelten, dass sich ein schwachgrünes Feld auf die Panzerung der Vexor gelegt hatte. Die Waffenläufe erglühten unter Überlast und warteten förmlich darauf, ihre todbringende Ladung ins All hinauszukatapultieren. Die Abfangjäger der Serpentis schossen mit mehreren Kilometern in der Sekunde diagonal auf Ash zu, leicht tänzelnd, um ihm ein schweres Ziel zu bieten. Mit einem leisen Klacken verließen fünf Warrior-Drohnen ihre Schächte, entfalteten sich wenige Meter vor dem Schiff und wurden augenblicklich von weiß schimmernden Schilden umgeben. Behände manövrierte Ash die Vexor dergestalt, dass einer der heranrasenden Interceptoren ausweichen musste, um nicht von der Vexor zermalmt zu werden. Als der taumelnde Rumpf der Atron an ihm vorbeizog, aktivierte Ash das Stasisfeld, welches das Schiff sofort abbremste, um dann eine Salve der Ionenblaster abzufeuern. Die Hybridgeschosse bohrten sich durch das Schild der Fregatte und rissen kreisrunde Löcher in die Panzerplatten. Eine zweite Salve zerriss die Carbid-Platten der Steuerboardseite – die Atron wirbelte kurz in einer wilden Spirale zur Seite und verglühte dann in einem Feuerball. Fast zeitgleich tauchte ein weiterer Feuerball das Geschehen in ein gespenstisches Schimmern, als die zweite Atron unter den Waffen der Drohnen zerbarst. Ein Piepen signalisierte sich nähernde Raketen, abgefeuert von einer Tristan. Sekundenbruchteile später detonierten sie im Schild der Vexor, welcher den Schaden abpuffern konnte und nur kurz aufleuchtete, fast in Verachtung der Serpentis. Ash drehte sein Schiff von den nahenden Kreuzern weg und nahm die Drohnen wieder auf. Stattdessen wurde nun ein Satz mittlerer Drohnen herausgeschleudert. Die Hammerheads, fast doppelt so groß wie die vorherigen Abfangdrohnen, nahmen Fahrt auf und dröhnten ihrem Ziel entgegen. Ash zündete den Nachbrenner und preschte in Richtung zweier Incursus, die ihn bisher auf sicherer Distanz umkreist hatten. Das erste Ziel wurde sofort vom bläulichen Wabern des Stasisfeldes umgeben und gab kurz danach unter den in kurzen Abständen herniederprasselnden Geschossen nach. Währenddessen hatte die andere Incursus Ash umrundet und schoss nun ihrerseits auf die Vexor. Blendendweiße Hybridgeschosse schlugen im Schild der Vexor ein und drangen an schwächeren Stellen bereits bis auf die Panzerung vor, an welcher sie aber stark abgebremst wirkungslos abprallten. Ash riss das Schiff herum, die Triebwerke voll auf Gegenschub schaltend, und mit einem Aufbäumen kippte die Vexor nach hinten. Der Pilot der Fregatte reagierte nicht schnell genug und schoss am Kreuzer vorbei, welcher ihr wiederum eine Salve entgegenspie. Die Fregatte wich aus, prallte jedoch gegen einen Veldsparasteroiden. Die Energie des Aufpralls riss diesen in Stücke und beide explodierten in einer grellen Stichflamme. Eine weitere Welle Raketen schlug in den Kreuzer ein. Die oberen Schichten der Panzerung wurden aufgerissen und sofort von blassgrünen Nanite-Partikeln umhüllt, welche die Schäden reparierten. Die beiden Tristans umkreisten die Vexor aus sicherer Entfernung, wie zwei auf Opfer lauernde Wölfe. Ash steuerte seine Vexor in Richtung der Celestis, welche im Hintergrund mit den Drohnen kämpfte. Flammen züngelten aus dem Stumpf des hinteren, rechten Armes, und der Antrieb des Kreuzers stockte teilweise, was sich in Fehlzündungen der Flamme zeigte. Die Exequror unterstützte die Celestis mittels Entfernungsreparaturen, ein wabernder, grüner Strahl erstreckte sich zwischen den beiden Schiffen. Während die Drohnen an einer Stellung die Panzerung aufrissen, wurde sie an anderer Stelle im selben Moment wieder repariert. Ash reagierte und steuerte auf Kollisionskurs mit der Exequror. Mit dem Ziel, Abstand zu gewinnen, bremste sie ab und steuerte von der Vexor weg. Ash überlastete den Nachbrenner, um auch das letzte Quäntchen an Geschwindigkeit herauszukitzeln. Der Warnton der Systemanzeigen hallte durch sein Gehör, mehrere Module waren kurz davor, zu versagen. „ Nanites!“ Die Besatzung folgte dem Befehl, und innerhalb weniger Sekunden waren alle überlasteten Module mit der Reparaturpaste versehen und eine grünes Schimmern legte sich um sie; die Nanites begannen zu arbeiten. Langsam holte Ash die Exequror ein, doch die stets feuernden Tristans forderten ihren Tribut, die Vexor begann, Panzerungsteile zu verlieren. Kaum, dass die ohnehin schon angeschlagene Celestis in einer kleinen Sonne endete, hetzte er die Drohnen auf die Fregatten am anderen Ende der Gaswolke. Wenige Sekunden später umspielten die ersten Ausläufer des Stasisfeldes das Heck der Exequror, die abrupt abgebremst wurde. Ash schrammte nur knapp an ihr vorbei, die Panzerung sofort mit mehreren Einschusslöchern versehend. Der feindliche Kreuzer wehrte sich mit Railguns, doch traf die Vexor kaum. Kurz bevor der Serpentis vom explodierenden Antriebsreaktor zerrissen wurde, katapultierte er sich im Pod heraus. Diesen ignorierend wandte Ash sich den wichtigeren Fregatten zu. Eine der Drohnen war bereits explodiert, gefangen im Stasifeld hatte sie keine Chance gegen die Incursus. Ash sandte eine der kleineren Drohnen als Ersatz aus und konzentrierte alle fünf Drohnen auf die Incursus, welche nur Augenblicke später verglühte. Unter dem steten Trommelfeuer der verbliebenen Fregatten war die Vexor backbord beinahe aufgerissen, es wurden erste Strukturschäden vermeldet. Sauerstoffslecks zeigten sich in bläulichen Flammen, welche an der Panzerung entlangzüngelten. In einem letzten Aufbäumen drehte er die Vexor, um die weniger stark angeschlagene Seite dem Feindfeuer auszusetzen. Die Vexor lief auf Ersatzenergie, die Reparaturmodule auf Hochtouren. Die erste Tristan war in Reichweite, wurde augenblicklich vom Stasisfeld erfasst und näherte sich dann rasend schnell. Der Pilot versuchte, den Schüssen auszuweichen und begann, um die Vexor zu wirbeln, schlug Haken, machte Kehrtwenden, doch zwei gezielte Salven später löste er sich in Staub auf. Ashs Gesichtszüge fingen sich wieder, seine Mundwinkel wanderten allmählich nach oben. Das schlimmste schien überstanden, die letzte Tristan zerbarst, ohne weitere Probleme zu verursachen. Ashnazg versuchte noch den unglücklichen letzten Pod aufzuschalten, doch der Pilot entkam zu schnell.
__________________
Geändert von ashnazg (01.01.2009 um 21:23 Uhr) |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
1. Januar YC111
Egghelende VII, Federation Navy Assembly Plant Auf dem dunkelvioletten Samtkissen lagen zwei Orden, deren wappenförmige Medaillen mit dem Logo der Corporation versehen waren, einem Schädel über gekreuzter Spitzhacke und Schaufel. Die Silberfäden der Stoffhalterung schimmerten schwach im Licht des ausladenden Lüsters an der Decke. Ash öffnete ein Fenster zum stationseigenen Park hin; die Kristalle des Kronleuchters klirrten leise im hereinziehenden Windhauch. Er lehnte sich neben dem Kissen an den massiven Tisch und betrachtete die Auszeichnungen. Sanft fuhr er mit den Fingern über sie, fühlte die Gravur, tastete am makellosen Stoff entlang. Es schellte an der Tür. Ash zuckte zusammen, völlig in Betrachtung der Orden versunken. Er wandte sich der Sprechanlage zu. Die Übertragung zeigte das Gesicht Lamelias', in die Kamera blickend, ungeduldig. Ash drückte über dem kleinen Schirm einen in den Raum projizierten Knopf und öffnete die Tür. Mit einem leisen Zischen schob diese sich in die Wand und gab den Weg frei. Lame ging auf das Podest zu, auf dem Ash stand. Sie trug ein elegantes Abendkleid, dessen dunkelroter Stoff kurz über ihren Knöcheln endete. Es war recht einfach geschnitten, die schlanke Figur Bellaquas geschickt akzentuierend. Ash kam ihr mit einem Lächeln entgegen. Er umkreiste sie und blieb dann an ihrer Seite stehen. Den Kopf herunterneigend flüsterte er ihr ins Ohr: „Du siehst heute wieder bezaubernd aus.“ Mit neckischem Blick zupfte sie einen Fussel von seiner Schulter. „Du nicht weniger.“ Er tat gekränkt, plusterte sich auf und rückte seinen Anzug zurecht. „Pfff.“ Ash setzte einen arroganten Blick auf und schaute sie abfällig an. Er nestelte in ihrem Haar und tat so, als ob er etwas Dreck gefunden hätte. Spielerisch schlug sie seine Hand beiseite und stolzierte zum Fenster. Ash kicherte und folgte ihr. Am Fenster legte er seinen Arm um ihren Hals und folgte ihrem Blick nach draußen, Lamelias schmiegte sich an seine Seite. Im Park herrschte reges Treiben, viele Menschen nutzten die frühen Abendstunden, um ein wenig zu entspannen. Alleine oder in Pärchen wanderten sie die gewundenen Wege entlang, lauschten den künstlichen Vogelstimmen, bewunderten den gigantischen holographischen Himmel oder den kleinen See, welcher in der Mitte der Anlage vor sich hin plätscherte. Ash strich ihr über die Wange, sie schmiegte sich noch enger an ihn. Er küsste sacht ihre Stirn. „Die Verleihung beginnt bald ... wir sollten alles vorbereiten.“
__________________
|
|
|
|
|
|
#5 |
|
Wing Commander
Registriert seit: 12.03.2007
Ort: New Eden
Beiträge: 265
|
Freut mich, dass du dir die Mühe machst und sie auf Deutsch rausbringst. Mein Englisch ist zwar nicht das schlechteste, aber es ist trotzdem irgendwie entspannender wenn man seine Muttersprache ließt.
|
|
|
|
|
|
#6 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
Na, ich schreib sie für mich ja auch in dt vor .... aber halt nicht in einer veröffentlichungswürdigen Form
__________________
|
|
|
|
|
|
#7 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
7. Januar YC111
Egghelende VII, Federation Navy Assembly Plant Ash überflog das handliche Datapad, welches in Kurzfassung die Lebensdaten des neuen Bewerbers enthielt. „Von der Akademie verwiesen ...?“ Er blickte auf und lächelte Nalshee an. Der grinste nur breit. Ash blickte zurück, mit einem leichten Lächeln, wartend. Nals Augen wanderten in einem kurzen Moment der Verlegenheit zu Boden: „Naja, wir hatten da diesen Lehrer ... Geschichte, glaub' ich ... jedenfalls war der einfach nur ein Arsch-“ „Okay, das reicht.“ Ash kicherte und fuhr dann mit seiner Lektüre fort. Aus den Augenwinkeln beobachtete er Nal, wie er wenig verunsichert den Kragen seines schwarzen Mantels richtete. Ash ließ sich in seinen bequemen Sessel fallen und schleuderte das Pad abfällig auf die polierte Tischplatte. „Eigentlich können wir uns das hier auch alles sparen.“ „Ich habe hier ein paar Unterlagen, wo du nur deinen Fingerabdruck draufsetzen musst, und das war's dann auch schon. Ich sehe nichts, was deiner Beschäftigung bei uns im Weg stünde.“ „Aber,“ Nal stockte, „der Lebenslauf ...“ „Mach dir darüber mal lieber keine Sorgen, wir sind zwar Piraten, aber das heißt nicht, dass wir nicht in der Lage sind, diverse Informationen über jemanden einzuholen. Du kannst dir sicher sein, dass wir besonders bei neuen Rekruten mehr als zweimal hinschauen, bevor wir ihn überhaupt zu uns einladen.“ Ash öffnete eine Schublade, welche akkurat im dunklen Stein des Tisches eingelassen war und sich geräuschlos öffnen lies. Er zückte ein weiteres Datapad, aktivierte es und schob es zu Nalshee hinüber. „Dort unten bitte einmal den Finger drauf ... und dann noch einmal dort. Kannst gerne noch mal durchlesen, wenn du magst.“ Er legte den Kopf schief und lächelte. Nalshee beeilte sich, die notwendigen Fingerabdrücke zu geben und schob das Pad ein kleines Stück von sich, als Zeichen, fertig mit Lesen zu sein. Ash langte nach dem Pad und war einen kurz versichernden Blick darauf. Er stand auf und ließ das Pad in der Innentasche seines Hemdes verschwinden. Nal erhob sich ebenfalls, und als Ash den Tisch umrundet hatte, reichte er Nal die Hand. „Willkommen bei den Totengräbern,“ er nickte Nal aufmunternd zu. Dieser, noch ein wenig von der Kürze des Verfahrens befangen, bedankte sich und drehte sich zur Tür hin um. „Ach, eine Sache noch ...“ hob Ash an. Er warf Nal eine ID-Karte zu. „Für deine Suite ... du wirst sie brauchen, außer du willst gleich am ersten Tag bei uns einbrechen ...“ Nal fing die Karte ungeschickt und bedankte sich erneut. Dann beeilte er sich, das Büro zu verlassen, scheinbar ein wenig von der Fülle des Raumes eingeschüchtert. Als sich die massive Tür hinter ihm mit einem leisen Klacken schloss, schälte sich Lamelias aus dem Schatten eines unauffälligen Nebeneinganges. „Vielversprechend, der Kleine ...“ „Kann man so sagen ... aber hier ist noch jemand äußerst ... vielversprechend.“
__________________
|
|
|
|
|
|
#8 |
|
Solarsystem-Kanzler
Registriert seit: 24.09.2006
Beiträge: 760
Char: Kyneth Stillwind
Corp: Minmatar Ship Construction Services
Ally: Ushra'Khan
|
Netter Blog und gute Geschichte
Bin mal gespannt wies weitergeht. MFG
__________________
Jeder hat seinene Glauben, ich glaub ich trink noch einen ... PROOHOOST ! |
|
|
|
|
|
#9 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
Danke und Danke.
Tja, wie die Geschichte weitergeht ... weiß Gott. Du weißt ja, alles ist zufällig und so [Als ob ich in die Zukunft blicken könnt ^^]
__________________
|
|
|
|
|
|
#10 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
28. Januar YC111
Egghelende VII, Federation Navy Assembly Plant An der Decke hingen fast greifbare Schichten Tabakrauches, vermischt mit verschiedensten anderen Düften, welche alle zusammen diesen charakteristischen Geruch ergeben, welche die meisten gallentischen Bars auszeichnet. Es war voll, fast zu voll für Ashs Geschmack. Unter Benutzung der Ellenbogen schob er sich durch die nahe des Eingangs konzentrierte Jugend der Station – Kinder der reichen Elite, mehr Geld in den Taschen als ein Arbeiter auf dem Planeten in seinem ganzen Leben sieht. Wie erwartet rührten sie sich keinen Millimeter, als sich Ash einen Weg hindurch bahnte. Die Arroganz der Kinder nervte Ash gewaltig. Er war nicht viel älter, gerade mal siebzehn Jahre, aber nichtsdestotrotz hatte er den Sprung in die Welt der Kapselpiloten vor einem guten Jahr geschafft. Wenn hier wer die Elite war, dann er. Abfällig und scheinbar versehentlich stieß er mit seiner Schulter gegen ein Tablett voller Drinks. Scheppernd ging ein gutes Dutzend Gläser zu Boden, schillernde Pfützen verschiedenfarbiger Flüssigkeiten bildeten sich. Die Mädchen fingen an zu kreischen, während die Jungen unglaublich unfähig rumstanden und zuschauten, wie ihre Hasis und Schnuckiputzis ausrutschten, teilweise von Wildfremden aufgefangen wurden, teilweise der vollen Körperlänge nach auf dem Boden landeten. Ash konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „ Uuups, 'tschuldigung ...“ Er machte einen schnellen Schritt nach hinten, um den um seine Füße spülenden Getränken auszuweichen, und rempelte rücklings in eine weitere Clique, die untätig dastand und zuschaute. Das Chaos griff um sich. Schrill kreischende Mädchen zuckten impulsiv mit den Armen umher und verteilten ihre Drinks höchst effektiv auf sich selbst und ihren Freundinnen. „Oh, nein!“ meinte Ash nur, Gehässigkeit tropfte aus seinen Worten auf den klatschnassen und mittlerweile ziemlich rutschigen Boden. Sich nicht weiter um das Geschehen um ihn herum kümmernd, setzte er seinen Weg zur Bar fort, ungestört. Die anderen Besucher, vorwiegend die jüngere Generation, zog es nun vor, ihm aus den Weg zu gehen. Den älteren war er bis auf ein paar zustimmende, lächelnde Blicke egal. Unbekümmert nahm Ash an der Bar Platz und orderte einen kleinen Drink – ohne Alkohol, den hatte er noch nie gemocht. Er nippte am süß schmeckenden Getränk und schaute sich um. Einige bekannte Gesichter waren in der überfüllten Bar verstreut, doch die meisten waren nicht einmal Kapselpiloten. Sein Blick blieb an einem erhobenen, winkendem Arm hängen. Er brauchte einige Sekunden, um den Besitzer des Armes durch die verqualmte Luft hindurch zu erkennen, doch dann breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus. „Morrak!“ Ash rutschte von seinem Hocker herunter und ging schnellen Schrittes zu Morrak hinüber, welcher mit einigen Freunden in einer Nische saß. „Hi Ash!“ Er grinst breit. „Willst ein Bier?“ Er bot ihm eines der auf dem Tisch stehenden Biere an. „Ich steh nicht sonderlich auf Bier“, lehnte Ash dankend ab. Er ließ den Blick in die Runde schweifen. „Na, wo hat Morrak denn euch aufgegabelt?“ spöttelte er und rückte einen Stuhl unter dem Tisch hervor, um sich zu setzen. Morrak machte gerade den Mund auf, um etwas zu erwidern, doch Ash kam ihm zuvor. Er beugte sich nach vorne, über den Tisch, und nestelte am Abzeichen des ihm gegenüber Sitzenden herum. „Mh ... sieht echt aus. Da bist du doch tatsächlich sein Chef?!“ Der Mann mit den Abzeichen an der Pilotenuniform, den rotbraunen, kurz gehaltenem Haar und den überaus trainierten Armen stieß ihn von sich weg. Ash ließ sich bereitwillig in den Stuhl fallen. Seine Mundwinkel wanderten ihn die Höhe und verliehen dem kantigen Gesicht einen überaus sympathischen Ausdruck. „Morrak hat schon erzählt, dass du ein wenig ... respektlos bist. Nicht anders zu erwarten bei einem Kind wie dir.“ Er zeigte seine weißen Zähne. „Hehe, okay.“ Ash drehte sich um und winkte nach dem Kellner. Er drehte sich wieder zurück und nickte den anderen zu, welche er noch nicht beglückt hatte. „Dann wollen wir mal die Spielereien unterlassen. Was macht ihr hier in der Gegend?“ Iovianus, so der Name des Caldari, antwortete: „Wir wollen uns hier mal umschauen ... Morrak meint, hier ist immer eine Menge los. Wir wollen uns da mal einmischen, ein bisschen unsere Finger zwischen die Fronten stecken.“ Seine Augen funkelten. „Genau. Im Grunde sind wir es einfach leid, den ganzen Tag in irgendwelchen Asteroidengürteln Erze abzubauen, auch der gelegentlich Auftrag der stets verschwiegenen Agenten lockert das nicht mehr auf...“ Es war ein weiterer Caldari, ein Achura mit schmalen Augen und einem blassen Gesicht. Er hatte sich bisher hinter Iovianus an die Wand gelehnt und so Ashs Blick entgangen. Ash kicherte. „Akzeptiert ... ausnahmsweise.“ Mit einem schelmischen Lächeln nippte er am gerade gebrachten Saft.
__________________
|
|
|
|
|
|
#11 |
|
Solarsystem-Kanzler
Registriert seit: 24.09.2006
Beiträge: 760
Char: Kyneth Stillwind
Corp: Minmatar Ship Construction Services
Ally: Ushra'Khan
|
Hmm ash bekommt Support
__________________
Jeder hat seinene Glauben, ich glaub ich trink noch einen ... PROOHOOST ! |
|
|
|
|
|
#12 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
Nene, die bekommen Support
Wir wollen die Wirklichkeit mal nicht verdrehen
__________________
|
|
|
|
|
|
#13 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
7. Februar YC111
Egghelende, Sprungtor nach Siseide Das Sprungtor lud sich mit dem so typischen Ton auf – bereit, Ash innerhalb von Sekundenbruchteilen Lichtjahre durch New Eden zu schleudern. Er drehte sich ein Stück in seiner Kapsel, um eine bequemere Position einzunehmen. Gedanklich formulierte er den Befehl, zu springen, und das Tor reagierte auf der Stelle. Für einen Moment fühlte er sich aus seinem Körper gerissen, dann materialisierte er sich am Zielort. Die Vexor war noch von der schützenden Tarnblase des Sprungtores umgeben, als Ash bereits den Scanner auf eingehende Signale durchforstete. Negativ. Er manövrierte das Schiff in Richtung des siebten Planeten, der mit seinen ausladenden Asteroidenfeldern einen mehr als geeigneten Weidegrund für Piraten darstellte. Sein Scanner fiepte, sobald Ash in Reichweite des Himmelskörpers gelangte. Die Signale waren nah genug, um ausgelesen zu werden: Eine Angriffsfregatte, mehrere einfachere Fregatten sowie ein Kreuzer. Ash richtete seine Vexor intuitiv in Richtung des vierten Asteroidengürtels aus. Eine kurze Verringerung des Empfangswinkels im Scannerinterface bestätigte seine Vermutung und der Warpkern des Schiffes erwachte. Während sich der Warptunnel um das Schiff herum ausbildete, überprüfte Ash schnell noch einmal, ob alle Module online und die Waffentürme geladen waren und brachte die Drohnen in Gefechtsstellung. Der Asteroidengürtel näherte sich mit rasendem Tempo. Eine Jaguar, Rupture sowie Rifter und Merlin. Ein Lächeln zuckte über Ashs Lippen als seine Vexor aus dem Warp in den Gürtel fiel. Noch bevor die ersten Ziele aufgeschaltet waren, schossen die Drohnen, weiterentwickelte Hammerheads, aus ihren Buchten und nahmen einen engen Orbit ein. Die gegnerischen Schiffe waren alle mehr als 70 Klicks entfernt. Ash stutzte. Sie entfernten sich schnell – sie verfolgten die Jaguar! Die Vexor drehte sich und nahm die Verfolgung der Fregatten auf, während Ash eine Verbindung mit dem Piloten der Jaguar aufnahm. Ein Fenster öffnete sich, es rauschte kurz, dann war eine stabile Verbindung hergestellt. Es war eine Frau, lange, rotblonde Haare und ein stark tätowiertes Gesicht. Ihre grünen Augen stachen förmlich aus dem Bildschirm heraus. Sie nickte zur Begrüßung. Ash grinste, strich mit der Zunge über seine Lippen und meinte bloß: „Und drauf!“ Lilith Velkor, so der Name der Pilotin, lächelte zustimmend und schloss die Verbindung wieder. Die Zielerfassung bestätigte die drei Ziele und die Drohnen schossen auf sie zu. Die Jaguar, aufgrund des ungünstigen Kräfteverhältnisses bisher nicht in der Lage anzugreifen, wendete und nahm die nächstbeste Fregatte unter Beschuss. Ash fokussierte die Energie der Schiffssysteme auf den Antrieb, um das allerletzte Quäntchen an Geschwindigkeit aus den Schubdüsen herauszukitzeln. Der Kreuzer gallentischer Bauart ächzte, aber er tat seinen Dienst. Die erste Fregatte verging in einer Feuerkugel. Die Drohnen richteten sich nahezu simultan auf die Rupture aus und jagten dem minmatarischen Kreuzer als tödliches Quintett entgegen. Ash verfolgte das Geschehen über eine abkommandierte Kameradrohne: Fünf kleine Monster zerlegten die rostfarbenen Panzerplatten der Rupture fachgerecht, eine Spur der Zerstörung hinterlassend. Der Kreuzer explodierte nach nur wenigen Sekunden. Der verbliebenen Fregatte erging es nicht anders. Lilith durchsuchte die Wracks auf brauchbare Beute hin, Ash machte sich sofort wieder auf den Weg, mit in den Ohren rauschendem Blut.
__________________
|
|
|
|
|
|
#14 |
|
Solarsystem-Kanzler
Registriert seit: 24.09.2006
Beiträge: 760
Char: Kyneth Stillwind
Corp: Minmatar Ship Construction Services
Ally: Ushra'Khan
|
v0v ash is back
nett wenn auch kurz diesmal, aber ist ash etwa dabei sich zu verlieben ? ^^ MFG
__________________
Jeder hat seinene Glauben, ich glaub ich trink noch einen ... PROOHOOST ! |
|
|
|
|
|
#15 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
Nein, ich bin ingame bereits vergeben.
Edith sagt: "Wer suchet, der findet. Auch in den vorherigen Posts hier"
__________________
Geändert von ashnazg (15.02.2009 um 21:10 Uhr) |
|
|
|
|
|
#16 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
17. Februar YC111
Egbinger Ash saß in einer kleinen Fregatte und erkundete seine neue Heimat. Drei Sprungtore, alle ein wenig abseits vom Zentrum des Sonnensystems gelegen, eine Handvoll Planeten und andere Himmelskörper. Er öffnete die Systemkarte und ließ sich die Position alle Objekte anzeigen. Gedanklich setzte er Wegpunkte in das dreidimensionale Gitternetz, welches in sein HUD projiziert wurde; Stellen, an die er im Notfall schnell und einfach warpen könnte. Der Scanner tastete derweil die nähere Umgebung nach Signalen ab. Ein Kanal mit Crania öffnete sich. „Ich hab hier eine Vexor im Scanner ... Gallente-Kreuzer, Drohnenschleu-“ - „Ich weiß“, fauchte Ash zurück. „Vielleicht ist es dir ja entgangen ...“ Er verkoppelte das Bild einer der Kameradrohnen mit der Übertragung. „Rate mal, wer das hier fliegt.“ Crania nickte nur kurz, ein Grinsen auf den Lippen: „Wie auch immer, Vexor in den Asteroidenfeldern ... Warp mal zu mir und hilf mir, sie zu orten.“ Ash näherte sich seiner Mitstreiterin wortlos und ließ den Scanner nach Signalen durchforsten. Nach und nach verringerte er den Scanwinkel, sodass die erhaltenen Signaturen präziser wurden. „Mh ... sie scheint sich zu bewegen. Wahrscheinlich auf der Suche nach Beute ...“ Er schwenkte die Vexor um und richtete sie schon einmal grob aus. „Verdammt, ich hab sie verloren!“ „Ich hab sie!“ rief Crania. „Warpe rein ... VII-1.“ „Bestätigt.“ Er gab Vollschub auf die Steuerdüsen, die Vexor drehte sich auf der Stelle, bremste ab und kippte hintenüber. Sie stabilisierte sich wieder und der Warpkern lud sich auf. „Bin im Warp und in ein paar Sekunden auf dir.“ „Beeil dich, das Ding macht 'nen Scheißschaden ...“ „100.000 Kilometer ... 30.000 ... 1000 ... 200 ... drin. Lock und Point, Drohnen sind draußen. Wie sieht's bei dir aus?“ „Der zerfleddert meine Panzerung wie ein Stück Pappe – gib Gas, verdammt nochmal!“ „Bin schon dabei ... ich kann noch böse gucken, vielleicht hilft das ...?“ Crania schnitt nur eine Grimasse. Ash sah selbst über den KomLink noch, wie angestrengt sie ihre Arbitrator um die Vexor manövrierte, bestrebt, den feindlichen Drohnen immer ein paar Meter vorweg zu fliegen und den Blastergeschossen auszuweichen. „Vexor ist in Struktur, erste Gaslecks ... Verdammt, was war das?!“ Eine massive Metallplatte hatte sich von Cranias Heck gelöst, war in den Strahl seines Antriebs geraten und in Ashs Front geschleudert worden. Unter dem massiven Beschuss durch die Drohnen begannen die Nähte am Schiff nachzugeben und Crania zog eine Spur kleiner Schrottteile hinter sich her. „Upps ... Panzerung hält sich bei etwa zwanzig Prozent – ich scheine außer Reichweite seiner Geschütze zu sein.“ Plötzlich brachen bei der gegnerischen Vexor das Backbord auf, eine hellblaue Flamme schoss in das Weltall, eine Drohne Ashs versengend. „Arschgesicht! Kannst du nicht woanders explodieren?“ Ashs Projektion gestikulierte wild und schien auf ein Armaturenbrett zu hämmern. Währenddessen saß der eigentliche Ash im körperwarmen Gel der Kapsel, mittels zahlloser Kabel mit dem Schiff verbunden. Cranias Ebenbild beruhigte sich sichtlich, gefasst kommentierte sie: „Danke ... ohne dich hätt' ich eine neue Arbi gebraucht -“ „Kein Problem, dazu bin ich doch hier ... um euch zu helfen.“ Ash grinste spöttisch. „Jaja, du mich auch.“ „Hier und jetzt?“ „Spinner. Sammel' die Beute ein, ich kümmer' mich um seine Drohnen.“ Crania rollte mit ihren Augen. „Okay, wird gemacht. Wir sehen uns im CBD Storage.“ „Bis gleich.“ Crania schloss die Verbindung wieder.
__________________
|
|
|
|
|
|
#17 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
18. Februar YC111
Egbinger XI, Mond 3, CBD Corporation Storage „So ... hier sind die ganzen Unterlagen und so ... Ich hab das möglichst schnell mit CONCORD abgewickelt. War erstaunlich einfach, hatte erwartet, die machen da mehr Stress ... ich mein, die mögen mich ja allgemein nicht.“ „Passt schon.“ Femaref lächelte und strich eine Strähne schwarzen Haares aus dem Gesicht. „Wenn du Hilfe brauchst, deinen Kram nach hier oben zu schaffen – Schiffe, Ausrüstung, Personal – dann sag bescheid, wir haben ein paar Frachter, die dabei sicherlich nicht unnütz sind.“ Ash nickte. „Ich werd' die Tage zurück nach Egghelende fliegen und meine Sache mal zusammenräumen, ich hab auch noch ein paar Schiffe in Sirekur rumstehen ... Gott weiß, warum ich die da abgestellt hab.“ Er kratzte sich an der Nase. „Aber erstmal habe ich hier eine Vexor, sollte für den Moment reichen. Ich habe nicht vor, die kurz nach meiner Ankunft hier zu verlieren.“ Seine jungenhaften Züge verzogen sich zu einem Grinsen. „Okay ... warum hast du deine Anstellung bei den Totengräbern eigentlich beendet? Ich mein, du warst immerhin CEO.“ „Ach ...“, Ash seufzte, „nichts lief so, wie ich es geplant hatte. Die Rekrutierung lief nicht einmal geringfügig an, CONCORD saß mir andauernd wegen irgendwelcher Kleinigkeiten im Nacken – 'uns wurde mitgeteilt, dass einer ihrer Angestellten ein Mitglied der Caille University im Raum von Egghelende beschossen hat' – Plagen, das sag ich dir!“ Er nippte am bereitstehenden Wasserglas. „Und als dann die Navy plötzlich noch unsere Büros und Hangare in Egghelende gekündigt hat ... das hat mir gereicht.“ „Bürokratie ist schon toll, nicht?“ Fema bleckte die Zähne. „Ja ... bloß schade, dass Bürokratie immer so einen hohen Zoll fordert ...“
__________________
Geändert von ashnazg (22.02.2009 um 10:00 Uhr) |
|
|
|
|
|
#18 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
26. Februar YC111
Hrokkur Die Flotte hatte sich am Sprungtor nach Heild versammelt, es waren vorwiegend Kreuzer und Schlachtkreuzer. Ein Kundschafter durchkämmte das System nach möglichen Zielen. Ash umkreiste langsam das Tor und beobachtete das einschläfernde Wabern der orangefarbenen Energiefelder. Sie standen jetzt bereits seit einigen Minuten hier und die Aufmerksamkeit drohte nachzulassen. Scherze hallten durch die KomKanäle, Gelächter übertönte jede Anweisung. Glücklicherweise kam die Mitteilung des Scouts in einer kurzen Phase der Stille, wo alle gerade Luft für den nächsten Witz holen zu schienen. „Cerberus dockt hier ab ... macht euch bereit!“ Er schwieg einen Moment. „Sie richtet sich aus, nach ... Moment ... nach Heild!“ „Springt durch, sofort!“ Mit herrischer Stimme kommandierte der Flottenführer die Gruppe. Das Tor lud sich auf und entließ Momente später eine Horde blutrünstiger Piloten in ein Lichtjahre entferntes System. Kaum waren sie im System angelangt, versammelten sich alle schnellstens wieder am Tor, um den umliegenden Bereich möglichst vollständig abzudecken. Der Schwere Unterbrecher, ein längliches, rotschwarzes Monstrum gallentischer Bauart, stand nahezu zentral im Tor, die Energiefelder strichen um seinen Rumpf wie nächtlicher Nebel um einen einsam stehenden Felsen. „Sensorverstärker sind drauf, Ling. Du machst den Punkt, wir holen ihn uns.“ „Okay.“ Ling nickte. Die Gruppe wartete angespannt, alle waren mental bereit, jeden, der dumm genug war, jetzt durch das Tor zu kommen, anzugreifen und zu zerstören. Das Tor aktivierte sich. Es war totenstill in den Kanälen der Flotte. Dann wurde das erlösende Geräusch in die Hirne der Piloten projiziert: Die Cerberus hatte sich bewegt und sein Tarnfeld war zusammengebrochen, das typische Signal aussendend, welches die Schiffssignale in den Klang umwandelten, welcher für Piloten soviel bedeutete ... Jäger oder Opfer? Tod oder Beute? Lings Phobos schaltete das gegnerische Schiff nahezu augenblicklich auf, ihr Unterbrechungsfeld erfasste das Ziel und hinderte ihn am flüchten. Wie ein Hornissenschwarm stürzte sich jeder auf den Angriffskreuzer, Drohnen bildeten eine Wolke um das Schiff und verschiedenenfarbige Geschosse detonierten in dessen Schilden. „Stasisfeld ist drauf ...“ kommentierte McLeod trocken. Die Cerberus dümpelte nun nahezu regungslos im Raum, während die vereinte Feuerkraft das Schiff zerriss. Nur wenige Sekunden später erfüllte ein blauweißer Feuerball die Szenerie und schon liefen die ersten Bergungsscanner auf der Suche nach verwertbarer Beute im verbliebenen Wrack. Das Schiff war offenbar nicht vollständig ausgerüstet gewesen, die automatisch erstellten Kampfzusammenfassungen, welche die CONCORD-Zentrale auf die Rechner der beteiligten Schiffsrechner übrträgt, zeigten mehrere leere Ausrüstungsbuchten in den Grundstrukturen des caldarischen Kreuzers. Die Piloten zogen sich zurück, um ein wenig zur Ruhe zu kommen, fürs erste zufrieden mit ihrer bisherigen Bilanz.
__________________
|
|
|
|
|
|
#19 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 22.02.2008
Ort: Rostock
Beiträge: 3.495
Char: Ashnazg
Corp: Milk Empire
|
5. August YC101
Dodixie IV Ash lag im sattgrünen Gras und beobachtete die Wolken. Die Sonne hatte ihre goldenen Strahlen über die idyllische Landschaft ausgebreitet, am fernen Horizont konnte man die Silhouette Le'Saintors erkennen, der größten Stadt der südlichen Hemisphäre. Vor seinen Augen wand sich ein Fluss durch das kleine Tal, an dessen leicht hügeligen Flanken die Kinder tollten. Er hatte sich das Plätzchen abseits seiner Mitschüler gesucht und genoss es, wie ihm die Sonne in der Nase kitzelte und wie sich Käfer auf seinen angewinkelten Armen niederließen. Die weißen Wasserdampfgebilde zogen am Himmel vorüber, wie gigantische Schiffe, mit ausladenden Armen, wuchtigen Rümpfen und doch federleicht wie ein Lufthauch. Das Zirpen der Zikaden vermischte sich mit dem Rascheln des vom schwachen Wind bewegten Grases und dem Knarzen der Bäume auf der Hügelkuppe und erschuf ein Orchester der Klänge, die Ash in eine andere Welt entführten. Ab und an trug eine Brise die Rufe der spielenden Kinder herüber, doch meistens verklangen sie so schnell, wie sie an Ashs Ohr gedrungen waren. „Ash!“ Ash träumte vor sich hin, als er vom Rufen der Erzieherin aus den Gedanken gerissen wurde. „Ash! Wo bist du?“ rief sie erneut. In ihrer Stimme schien etwas Verzweifeltes zu liegen, doch Ash, von hüfthohem Gras umgeben, war wie gefangen in seiner Welt, abgeschnitten von allem, was um ihn herum passierte. Ein weiterer Ruf gellte durch die Luft, diesmal näher. Ash kniete sich hin,und streckte sich ausgiebig. Aufstehend drehte er sich nach der näherkommenden Stimme um. Die Erzieherin, eine junge Frau mit rotblonden Haaren, entdeckte den Jungen und lief auf ihn zu. „Lauf doch nicht immer so weit weg ... irgendwann kommst du noch abhanden!“ Ash grinste. „Bestimmt nicht, Frau Regali, ich bin doch schon groß!“ Das mit Sommerpocken besprenkelte Gesicht der Frau hellte sich auf. „Das bist du, ja, das bist du ...“ Erleichterung sprach aus ihrer Stimme. „Lass uns zu den anderen zurückgehen, es wird schon spät.“ Sie deutete auf die Sonne, welche sich langsam auf der gegenüberliegenden Seite des Flusstales dem Horizont entgegen neigte und den Himmel in ein sanftes Rot tauchte. „Schau, die Sonne steht schon tief, bald wird es dunkel, und wir müssen noch bis nach Le'Saintor zurück – deine Eltern warten sicher schon!“ „Okay ...“ seufzte Ash. Hier draußen, das war sein Paradies auf Erden. Hier musste er niemandem erklären, wo er war, was er gemacht hatte ... frei von allen Zwängen. Die dienstäglichen Klassenausflüge auf das Land waren immer der Tag der Woche, auf den er sich freute, ab dem Moment an, wo der das Shuttle zum Heimflug betrat. Die anderen Kinder hüpften und sprangen dem Landepunkt entgegen, nur Ash hing ein Stück hinter dem Rest zurück. Er trottete förmlich zu dem grauen Luftschiff, welches auf die Kinder wartete. Die Scheiben, welche nahezu den gesamten Oberteil der Fähre umspannten, reflektierten die Sonne, man konnte die Wolken sehen, wie sie über den blauen Himmelspiegel zogen, ohne Unterlass, frei. Zögernd stieg er die Stufen in das Schiff hinauf und suchte sich einen Platz an den Fenstern. Ein wenig abseits vom Landeplatz standen einige militärische Gebäude, das Wappen der Föderation prangte auf ihren Mauern und zwischen den entfernten Bäumen konnte man einen weiteren Flughafen erkennen, auf welchem auch einige graugrüne Rümpfe zu sehen waren. Es knisterte kurz in den Bordlautsprechern. „Sind alle daaaaa?“ animierte der Pilot die Gruppe. Alle riefen freudig: „Jaaaaa!“ „Na, dann kann es ja losgeeeeeehn!“ Die Kinder rissen die Hände in die Luft und jubelten. Das übliche Ritual, selbst die Lehrerinnen und Erzieherinnen machten mit. Vierzig kleine Plagegeister, für einmal in reiner Freude vereint, saßen auf ihren Plätzen und waren einfach nur glücklich. Sie waren geschafft vom Tag, nicht wenige waren bis ins Gesicht mit Schmutz verschmiert, grüne Flecken zierten die Hosen und die Mädchen hatten sich gegenseitig Blumenkränze ins Haar gesteckt. Ash starrte aus dem Fenster. Er nahm nicht an den Fröhlichkeiten teil, er hatte es noch nie getan. In der Scheibe spiegelte sich sein blasses Gesicht wieder, mit den jungenhaften Zügen, dem kurzen Haar – und den getrübten Augen. Er wirkte weit älter als er war, eine immerwährende Traurigkeit schien sich in seinen Augen zu finden, die nur wich, wenn er allein war, dort draußen, nur der Natur Rechenschaft schuldig. Die Fähre hob ab, das Gras, verkümmert vom regelmäßigen Luftverkehr, wogte im Schub der Düsen. Während der Boden immer kleiner wurde, das Bodenpersonal zu Ameisen verkam, starrte Ash nur aus dem Fenster. Den Fluss entlang, wie er in der Ferne hinter einem Hügel verschwand, und weiter, bis zum Saum der Stadt. Le'Saintor war gigantisch. Mehrere Milliarden Einwohner lebten in der Stadt, deren Ausmaße weit über das vom menschlichen Gehirn Erfassbare hinausgingen. Man konnte von einem Ende nicht bis zum anderen Ende sehen und wenn auf einer Seite die Sonne aufging, so war auf der anderen noch immer stockfinstere Nacht. Le'Saintor war modern, Wolkenkratzer dominierten das Stadtbild allerorts und der Luftraum wurde von steten Schiffsströmen zerteilt, die sich ihren Weg durch die Pfeiler menschlichen Größenwahns bahnten. Ash lebte in einem der Türme, fast an der Spitze. Seine Eltern hatten mehr als genug Geld, sich eine derart teure Wohnung zu leisten, doch letztlich arbeiteten sie für sich, für ihr Leben, welches im besten Fall daraus bestand, spät Abends nach Hause zurückzukehren, dem Kind einen Gute-Nacht-Kuss zu geben und selbst ins Bett zu gehen. Er wusste, wie spät sie nach Hause kamen, er war meistens noch lange wach, nachdem seine Eltern zu Bett gegangen waren – im Schlaf suchten ihn die Träume heim. Finstere Träume, voll von Blut und Zerstörung, Feuer und Gewalt. Bildern aus der Erinnerung, aus den vergangenen Kriegen ... Ash hatte keine schöne Kindheit. Er hatte nie eine Heimat, an die er sich gern erinnerte. Im Jetzt hatte er alles, das war es nicht, doch Elternliebe? Das sollte etwas sein, dass er nie erfahren würde, etwas, das ihm all die anderen Kinder voraus hatten. Doch er hatte seine Fantasie, seine Natur ... nachts, wenn er nicht schlafen konnte, erwachte seine Zimmerdecke zum Leben. Seine Fantasie malte Landschaften auf die Tapete, Wiesen voller Blumen, im sachten Wind wogende Felder, von Harz duftende Wälder. Dienstags schlief Ash immer tief und fest, die guten Erinnerungen vom Tag wogen weit schwerer als jede Angst es hätte tun können. Doch diese Nacht war irgendwie anders. Er lag wachen Auges im Bett, die Decke bis unter die Nasenspitze hochgezogen. Es lag etwas in der Luft, wie eine schwarze Wolke, welche drohte, die Stadt in ihre finsteren Schwaden zu hüllen und jede Freude aus ihren Winkeln zu saugen. Er setzte sich hin, das dunkle Zimmer war schwach von draußen erleuchtet, Leuchtreklamen auf umstehenden Gebäuden, die Antriebe vorüberziehender Schiffe. Ash glitt vom Bett hinunter, seine nackten Füße schlichen über den samtenen Teppichboden, ohne das leiseste Geräusch zu hinterlassen. Er blickte hinaus, beobachtete das Treiben, lauschte. In der Ferne rumorte es, ein dumpfes Grollen rollte heran. Er kannte diesen Klang. Triebwerke, schwere Triebwerke. Weit größer als die von planetaren Fahrzeugen – verboten im Luftraum von mehreren hundert Kilometern um Siedlungen. Er drückte das Gesicht an die Scheibe, um mehr zu sehen. Regentropfen klatschten gegen das Polycarbonglas, es hatte zu regnen angefangen. Das Grollen hatte wieder abgenommen, Ash dachte sich, dass es wohl nur ein fehlgeleiteter Flieger gewesen sein musste. Als er sich von der Scheibe wegdrückte, um sich wieder hinzulegen, donnerte es plötzlich, als ob auf der Rückseite der Wand Turbinen gestartet würden. Die Scheiben vibrierten, die Spielzeuge in seinen Regalen wackelten, das Wasser im Glas auf dem Nachttisch schlug kreisförmige Wellen. Eine Feuerkugel schlug in das Haus vor ihm ein. Sie durchschlug das Gebäude fast, mehrere Dutzend Stockwerke waren augenblicklich zerstört. Weitere Geschosse regneten vom Himmel herunten, rauschten durch die Atmosphäre dem Boden entgegen, gigantische Krater dort in den Boden reißend, wo sie aufschlugen. Die Spitze des gegenüberliegenden Hochhauses neigte sich bedrohlich, wie ein übergroßer Keil war das Raumschiff in die Seite gedrungen. Nur das Heck ragte noch heraus, doch ein alles vernichtender Feuersturm begann, aus den zahllosen Fenstern zu lecken, die Wände emporzukriechen. Ein weiteres Wrack raste vor Ash herunter, fast in greifbarer Nähe, so schien ihm. Die flimmernde Luft war erfüllt vom Chaos, von überall her drangen andere Schiffe, Wasserschiffe schoben sich durch die Mengen, bereit, die hochschlagenden Flammen zu löschen. Es donnerte dumpf und das Haus erzitterte. Etwas war über Ash eingeschlagen, Trümmerteile regneten vor dem Fenster zu Boden. Tränen bildeten sich in Ashs Augenwinkeln, sein Gesicht war nur noch ein blasser Schatten. Er rannte aus seinem Zimmer, in die Wohnung hinein. Die Hausdrohne begrüßte ihn, er stieß sie unsanft beiseite, rannte barfuß in Richtung Zimmer seiner Eltern. Die Wohnung war groß, sie umfasste fast eine gesamte Fensterfront im schmalen, blassblauen Gebäude. Ash zögerte. Es wurde heiß, er hörte ein lautes Knistern von vorne. Die Alarmanlagen schrillten, Wasser leckte durch die Tür vor ihm. „Mamaaaaaaaa... Paaaaapaaaaaaaa!“ Ash stand dort wie festgefroren, die Angst vor dem, was hinter den Türen lauern könnte, hatte ihn vollkommen übermannt. Zögerlich tat er noch einige Schritte der Tür entgegen, streckte die Hand aus – Stimmen. Er hörte Stimmen, menschliche Rufe von der anderen Seite. Sie waren gedämpft, er konnte nichts verstehen ... Sie wurden lauter, Ash wich zurück. Wer war das? Und was ging dort vor sich? Die rechte Hand an der Wand zu seiner Seite ging er zurück und verbarg sich in einem Türrahmen. Langsam sank er in die Knie, wimmernd, er ahnte das Schrecklichste. Mit einem lauten Knacken wurde die Tür aufgesprengt, Holzsplitter rieselten zu Boden. Rauch schlug aus dem Raum in die Wohnung, das Inferno wurde hörbar. Ash lugte aus seinem Versteck hervor. Dort, wo die Zimmer hätten sein sollen, klaffte ein großes Loch. Ein Trümmerteil hatte sich in das Zimmer gebohrt, Rauschwaden stiegen vom Metall auf. Die Flammen waren größtenteils erstickt, um das Wrack wuselten Männer in Gelb, welche mittels langer Schläuche das Feuer gelöscht hatten. Im Loch konnte man mehrere Wasserschiffe erkennen, welche vor dem Gebäude schwebten, das Wasser für die Männer bereitstellend. Einer der Feuerwehrleute betrat die Wohnung, und blickte sich um. „Ist hier noch wer?“ Er ging in die Runde, warf einen Blick in die angrenzenden Zimmer. Ash schmiegte sich in seine Ecke, drehte sich weg. Er wusste nicht warum, aber er wollte nicht, dass er entdeckt wurde ... Edit: Der Kontinuität wegen überarbeitet.
__________________
Geändert von ashnazg (15.05.2009 um 13:12 Uhr) |
|
|
|
|
|
#20 |
|
Solarsystem-Kanzler
Registriert seit: 24.09.2006
Beiträge: 760
Char: Kyneth Stillwind
Corp: Minmatar Ship Construction Services
Ally: Ushra'Khan
|
Soso Herr Ash ...
Dann mal vortreten und Hände ausstrecken *dabei drohend mit einem Rorhstockwedelnd* Sich in einem Zimmer verkriechen wollen und dann nichtmehr weiterschreiben, was hast Du Dir bloss dabei gedacht die Leute die diese Geschichte, mich übrigens auch, sehr zu vernachlässigen. Warum gehts denn hier nicht weiter bitte, ist Stau auffer Kopf-A7 oder wie ? Ich würd mich sehr freuen wenn Du doch mal wieder nen Teil über Ash schreiben würdest, Rosa-Fluffy-Foren-Bunny Du MFG
__________________
Jeder hat seinene Glauben, ich glaub ich trink noch einen ... PROOHOOST ! |
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
|
|