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#1 |
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Konstellations-Kanzler
Registriert seit: 03.05.2009
Ort: Vor dem Monitor
Beiträge: 1.694
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Der Voltaire Social Club gibt sich in seinem Bemühen, den interkulturellen Austausch aller Nationen von New Eden zu fördern, die Ehre, den
3. VOSOC Kurzgeschichtenwettbewerb auszurichten. Teilnahmebedingungen: 1. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen (sogar Caldari). 2. Jeder Teilnehmer kann eine Geschichte schreiben. Jede Geschichte darf sich nur über einen Post erstrecken und sollte nicht länger als 1.000 Wörter sein. 3. Kurzgeschichten können bis zum 31.03.2010, 24 Uhr in diesem Thread geschrieben werden. 3. Der Inhalt der Kurzgeschichten ist vollkommen den Autoren überlassen, solange die Handlung in New Eden spielt und nicht die Forenregeln verletzt. 4. Es wird gebeten, Kommentare und Diskussionen in dem dafür vorgesehenen Thread zu führen, da dieser Thread ausschließlich für die Geschichten bestimmt ist. In diesem Zusammenhang würde ich die Moderatoren bitten, für die Dauer des Wettbewerbs diese beiden Threads zu Sticky-Threads zu machen. Gibt es was zu gewinnen? Natürlich, und zwar Ruhm und Ehre und jede Menge Geld- und Sachpreise. Auf die Gewinner warten: 1. Preis: 1 T2-Kreuzer nach Wahl + 55 M ISK 2. Preis: 1 Satz 3er-Implantate + 75 M ISK 3. Preis: 80 M ISK Jeder Gewinner erhält dazu einen Satz handgefertigter Fraktionssticker. Außerdem gibt es einen Leserpreis (s. unten). Wie werden die Gewinner ermittelt? Nach Ablauf der Abgabefrist kann jede Person bis zum 14.04.2010 (12 Uhr) per PN an mich die in seinen Augen drei besten Geschichten nominieren. Für jede Nominierung gibt es Punkte (Rang 1: 5 Punkte; Rang 2: 3 Punkte; Rang 3: 1 Punkt). Auch die Autoren selbst können sich an den Nominierungen beteiligen, allerdings nicht für ihr eigenes Werk stimmen. Es wird darum gebeten, jeweils drei Geschichten zu nominieren. Diejenigen Geschichten, welche die meisten Punkte auf sich vereinigen können, gewinnen. Bei Punktgleichheit entscheidet die Zahl der Nominierungen. Sollte auch dabei ein Patt entstehen, entscheide ich (sagte ich schon, dass ich nicht teilnahmeberechtigt bin?). Unter denjenigen, welche die Siegergeschichte nominiert haben (egal, ob für den 1., 2. oder 3. Platz), wird per Zufallszahl ein Leserpreis von 40 M verlost.
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Erlebt Yarren Matsuyama, den sympathischen Normalo, in "Jin-Mei mit Problemen", "Jin-Mei macht Geschichten", "Jin-Mei unter sich" und "Jin-Mei unter Tage". Oder seinen netten, aber chaotischen Namensvetter in "Engel im All". Geändert von Stucki (14.04.2010 um 12:05 Uhr) |
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#2 |
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Flugdeckschrubber
Registriert seit: 18.11.2009
Beiträge: 4
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Kurtz Geschichte die erste.
Einkaufstour im WH BERUHEND AUF EINER WAHREN BEGEBENHEIT 27.12.09 Ziona Etliche Tage des Feierns wirken nicht gerade gut auf den Zustand eines Piloten Was dazu führt das man erst spät aus seiner Koje kommt. Der tag begann wie jeder andere, auch wen etwas spät, mit einer kalten tusche, aus der Kabine neben an kam der Geruch frischen Kaffees entgegen, den der küschenbot gerade kochte. Beim betreten der Küche schaltete sich das Holoportal ein und rasselte die aktuellen Nachrichten herunter, ein Blick in das Postfach versprach nur gähnende lehre, also tatsächlich ein Tag wie jeder andere. Nach dem frühstücken wurde noch schnell die Uniform übergeworfen und raus ging es Zum Hangar. Die am Abend bei der Inspektion abgegebene Buzzard stand nun wieder an ihrem angestammten platz und die Rechnung war auch abgebucht „na toll die Gebühren werden auch immer höher“. Also ab ins schiff und die Systeme online bringen. “KOMMLINK AKTIV“ „hier Kradenkov erbitte Starterlaubnis für Schiffs-ID 120a-b34“. „Landekontrolle: sie haben startfreigabe und guten Flug da draußen“ „danke und bis heute Abend“ “VERBINDUNG BEENDET“ Es brauchte seine zeit um sich von der Station zu entfernen und so blieb noch zeit die letzen Vorkehrungen zu treffen. Als alles bereit war ging der Warpantrieb online und flog das Schiff in wenigen Sekunden zur Sonne. Nun begann wohl der langweiligste Teil des Tages, die Drohnen wurden gestartet und begannen unverzüglich mit einem Systhemscan. Eine halbe Stunde später und nach einigen Scandurchläufen meldete der Bordcomputer die Koordinaten eines Wurmlochzugangs und speicherte sie sofort ab. Nach dem alle Dornen wieder im schiff waren und das WH erreicht war begann der Sprung zu einem unbekannten Stern. “SYSTHEM ERREICHT“ Das Schiff wurde enttarnt der Warpantrieb wieder online gebracht und das Schiff zur Sonne geflogen. Ungünstiger weiße musste jetzt manuell gescannt werden, da die Systeme mit den Interferenzen in diesem System nicht klar zu kommen schienen. So wurde nun also jede Drohne nach einander abgeworfen und ein weiterer scann begann. Der Systhemscan ergab einige interessante Signaturen, worunter sich auch das eines Schiffes befand. Nun versuchte ich also das Schiff ausfindig zu machen. Wo kam es her? Sind noch andere Piloten im System? Doch plötzlich meldete der Bordcomputer das soeben in der Nähe der Schiffssignatur noch eine weiter aufgetaucht sei die von einer Anomalie stammen musste. Nun ein Schiff im WH und in der Nähe eine Kosmische Signatur? Das konnte nur einen Bergarbeiter verheißen. Weiter wurde gescannt und es waren nun fast wieder 30 Minuten vergangen als auf einmal das Signal der Anomalie verschwand und eine 2te Schiffssignatur auftauchte, welche sich in fast unmittelbarer Nähe zu der ersten Schiffssignatur befand. Mittlerweile konnte bereits ermittelt werden dass es sich bei den beiden schiffen um einen Exummer und um eine Covert Ops handelte, also doch ein Miner mit Begleitschutz? Aber wo war die Anomalie? Nach weiteren 10 min konnte dann die Signatur des Exummers eindeutig bestimmt werden und es gab wohl keinen Zweifel mehr, das die Covert-Ops dazu gehören musste. So wurde also die Tarnvorrichtung online gebracht und auf einen sicheren abstand heran gewarpt. Am Ziel angekommen wurde klar das das kein Tag wie jeder andere mehr ist. Da standen 2 Schiffe eine Mackinaw und eine Anathema und kein Pilot weit und breit zu sehen. Nur war guter rat teuer, wie sollte man jetzt diese 2 Schiffe von hier fortbringen ohne eines von beiden fliegen zu können? Also wurde ein Commkanal zur Corporation geöffnet und nachgefragt ob ein oder zwei Piloten in der Nähe sein, welche diese Schiffe fliegen könnten! Erst tat sich nix und die Hoffnung war fast aufgegeben als Sam sich meldete und sagte er könne sie zwar fliegen aber er könne nicht kommen. Also statt ich wieder alleine da und wollte beinahe aufgeben als die Erinnerung zurück kam und ich wieder daran dachte das ein alter freund vor einem Tag sagte das er eine Hulk fliegen würde, also gut dachte ich wenigstens ein Schiff was man holen könnte. Also Commlink eingeschaltet und gehofft das Bleisammlerin bereits aufgestanden sei. Erst tat sich nix doch nach 2min kam die Übertragung und es war mein alter freund im Holofenster zu sehen. Nach einigen netten Worten frage ich ob es die zeit zulassen würde um ein Schiff auszufliegen. Nach kurzem überlegen willigte er ein und übergab seinem Schiff die erhaltenen Koordinaten. 15min später kam die Meldung das Bleisammlerin nun noch „1 to go“ sei als plötzlich eine convo aufsprang und mir Sam fröhlich sagte das er jetzt da sei! „jetzt da?“ ich war verwirrt! „sagtest du nicht du kannst nicht?“. Doch irgendwie war es Sam gelungen sich abzusetzen und nach Ziona zu kommen. So wartete ich nun am WH-Eingang in ziona bis die beiden bei mir waren und es ging wieder hinein ins das WH wo die warpantriebe sofort online gebracht wurden und auf die Stelle der beiden schiffe geflogen wurde. Schnell nahm sich jeder eines der Schiffe und steuerte sie wieder Richtung WH-Ausgang. Zurück in ziona steuerten wir die Station Ziona 5 Moon 1 Kaalakiota Corporation Warehouse an. “KOMMLINK AKTIV“ „flugkontrolle hier Kradenkov Schiffs-ID 120a-b34 bitte um Landeerlaubnis für 3 Schiffe“ „hier flugkontrolle sieht aus als hätte sich der tag gelohnt, Erlaubnis erteilt“ „danke wir setzen zum alndeanflug an“ “VERBINDUNG BEENDET“ Auf der Station wurden dann die Schiffe genauer unter die Lupe genommen wo Schiffs und ausrüstungswert ermittelt wurden. So kam man dann auf einen wert von 134.600.000 ISK für die Exummer und 36.080.00 ISK für die Covert-Ops. Nachdem alles berechnet war erhielt Bleisammlerin seine rechtmäßige Beteiligung von 10% des Wertes der Exummer. Uns so endet wieder ein Tag in Ziona einem unscheinbaren Sonnensystem im Amarr Empire. |
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#3 |
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Freelancer
Registriert seit: 27.05.2009
Beiträge: 101
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Ein Einblick in das Leben im Faction Warfare als Gallente Pilot. Schulschiff UP Auriga "Schieß schon du Idiot - Oder hast du zu viel Quafe getrunken?!" Schrie Unity in die Com-Anlage ihres Neuro-Helms und riss ihren Angriffsjäger der Fregatten-Klasse steil nach oben. Kunstvoll schraubte sich der Jäger in die Höhe woraufhin sie eine weitere Drehung mit Hilfe der Schubdüsen vollführte um den Feindflieger wieder vor sich zu haben. Ihre Augen fixierten das Ziel und der Zielverfolgsgungscomputer projizierte das vorausberechnete Fadenkreuz auf ihre Augen. Fest umklammerte sie den Steuerknüppel und sie feuerte eine Breitseite auf ihren Verfolger ab. Grade hatte sie registriert, dass sie den feindlichen Flieger schwer getroffen hatte, als auf einmal alles um sie herum Schwarz wurde. Kaum einen Atemzug später öffnete sich die Kanzel, ihre Augen wurden geblendet und sie sah ihren Vorgesetzten neben dem Simulationscockpit stehen. "Herrlich Leutnant Milters - Sie haben Ehrenhaft den feindlichen Gleiter zerstört und sind dann Heroisch in einen Asteroiden geknallt - Saubere Leistung Soldat - Wer hat ihnen eigentlich erlaubt ein Schiff unserer NAVY zu fliegen? Ich will um 1700 einen Bericht auf meinem Schreibtisch liegen haben und erklären sie mir gut, wie man diesen Brocken übersehen konnte!" Der Major verließ den Simulationsraum und lies Unity in ihrem Trainingscockpit zurück. „Verdammte Scheiße“ drückte sie leise heraus und schnallte sich los, während sie bereits überlegte wie sie sich rechtfertigen könnte. Sie gestand sich den Fehler ein und geißelte sich bereits selber dafür. Sie konnte mit Fehlern anderer leben, weniger gut hingegen mit ihren eigenen. Mit entschlossenem Schritt ging Unity in Richtung der Offiziersquartiere um sich erstmal einen Schluck hinter die Binde zu kippen. Sie betrat ihr Quartier und sah direkt in das schadenfrohe Grinsen von Micah, ihrem Wohnkameraden. „Na? Hat dich der Alte ja ganz schön gegen die Wand laufen lassen was? Naja aber selbst schuld – Den Asteroiden hätte ja selbst meine Oma mit einer Augenklappe gesehen!“ sagte er halb im Spaß und halb im Ernst. Sie war sich nie sicher wie er es meinte und es war ihr im Augenblick auch egal. „Halt einfach die Klappe, Micah“ beendete sie harsch die aufkeimende Unterhaltung. Mic merkte das sie heute nicht für ein Späßchen zu haben war und unterließ es auch sie weiterhin damit aufzuziehen, auch wenn ihm das sichtlich Schwer fiel. „Manchmal hasse ich den Kerl“ dachte sich Unity und goss sich einen doppelten Quafe in ihr Glas, welches sie auch sofort runter stürzte. „Wie konnte ich nur diesen Asteroiden übersehen!?“ fragte sie sich selbst und begann nun damit, den Bericht für den Major zu schreiben. Sie vergrub ihren Kopf in den Händen um die Simulation noch einmal genau durchzugehen, denn sie musste eine plausible Ausrede für ihr Versagen finden. Sowohl für sich selbst als auch für den Major. Vor und zurück rasten ihre Gedanken und sie sog sich fadenscheinige Gründe aus den Fingern um den Alten irgendwie Gnädig zu stimmen. „Spiel die Untergebene, steh zu deinem Fehler und gelobe Besserung.“ Dachte sie sich und der Gedanke gefiel ihr gar nicht, denn sie sah bereits das überhebliche Grinsen dieses Stabsdienstoffiziers vor sich und schüttelte angewidert den Kopf. „Warum dürfen solche Schulbankdrücker, die nie draußen im All fliegen durften uns eigentlich Vorhaltungen machen, Mic?“ fragte sie ihren Kameraden, obwohl sie die Antwort bereits kannte. „Weil sie jahrelang Taktik auf der Strategieschule der NAVY gelernt haben, Mein Schatz“ „Das ist mir auch klar, dennoch ist es ein Witz! Und nenn mich nicht Schatz du Hobbypilot!“ beschwerte sie sich. „Bleib locker – Ist halt so.“ winkte Micah ab. Unity verzog ihre Lippen und stieß resignierend die Luft aus ihrer Lunge. Sie wusste das es so ist, aber manchmal ging ihr das System der Streitkräfte tierisch gegen den Strich und sie beendete ihren Bericht mit der üblichen Demutsfloskel „Es wird nicht wieder vorkommen“. Einige Zeit später stand Unity im Büro des Majors und sie bewegte ihre Zehen in den Stiefeln um den Blutkreislauf im Schwung zu halten, während sie zusah wie ihr Vorgesetzter ihren Bericht las. Sie stand nun bereits 20 Minuten in militärisch bequemer Haltung vor dem großen Metalschreibtisch des Alten. Hinter dem Major konnte sie durch einen großes Fenster hinaus ins All schauen und sah in unmittelbarer Nähe ein Schlachtschiff der Hyperion-Klasse an ihrem Träger vorbei gleiten. Ihr gefiel der Anblick dieser monströsen Feuerkraft vor dem Hintergrund des Alls und dem Planeten Jarizza III. „Irgendwann werde ich so einen Pott kommandieren“ dachte sie sich und schaute sich nebenher ein wenig im Büro um. Der Raum war spartanisch eingerichtet. Es gab den großen Schreibtisch mit eben diesem Schreibtischtäter dahinter und links sowie rechts an den Wänden waren irgendwelche Auszeichnungen und Diplome an die Wand gehängt. Nichts wirklich interessantes für sie, aber eben für die übergeordnete Führung auf Dodixie I waren dies wirksame Einschmeichelobjekte. Auf dem Schreibtisch sah sie ein Foto von der Familie des Majors. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein frei geborene Frau sich in so einen Kerl verlieben konnte und sie fragte sich ob die Frau auf dem Bild vielleicht eine Gena war, denn sie war einfach zu hübsch für Major Stillstrom. Gena waren Zucht-Menschen, die man mehr oder minder im Katalog bestellen konnte. Sie waren gentechnisch auf die Wünsche des Kunden angepasst. Innerhalb von 2 Jahren entstand aus einem Haufen zusammengewürfelter DNA in einer GENA-Kolonie der fertige Mensch. Unity mochte diese Menschen nicht und versuchte stets ihnen aus den Weg zu gehen, da es ihr schwer fiel sie für echte Terraner zu halten. Sie konnte sich zwar in die Gena reinfühlen und wusste, dass es für sie sicherlich auch nicht leicht ist, aber dennoch hing immer diese Wolke des Misstrauens über Unitys Kopf und sie wurde diese Vorurteile einfach nicht los. „Sie haben den Asteroiden also übersehen, Leutnant?!“ fragte Stillstrom halb anklagend, während er weiterhin ihren Bericht las. „Ja, Sir.“ Stieß Unity militärisch aus. „Ganz schön großer Brocken um ihn zu übersehen.“ „Ja, Sir – Es tut mir Leid – Ich war unachtsam. Es wird nicht wieder vorkommen“ „Doch wird es – Und zwar von 1800 an bis ich denke das es genug ist.“ „Sir? Ich verstehe nicht?“ sagte Unity fragend. „Ganz einfach – Sie gehen nun zum Simulator und werden anfangen Asteroidengürtel Flüge zu absolvieren. Sobald ich meine das es reicht, werde ich es sie wissen lassen und jetzt wegtreten“ „Aye, Sir“ Unity machte nach diesen Worten eine Kehrtwende auf der Stelle und verließ das Büro in Richtung Simulationsräume.
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Geändert von Glencoe (16.03.2010 um 11:59 Uhr) |
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#4 |
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Konvoi-Admiral
Registriert seit: 28.04.2009
Beiträge: 450
Char: Mardoh
Corp: Crank.Mining
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Die Failfit-Wespe Um akurate Daten über Fittings und deren Einsatz sammeln zu können hat die Republic University einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen: Genetisch veränderte Wespen. Die Wespen der Gattung "Apocrita Astralis", im Volksmund "Weltraumwespen", sind dafür bekannt das sie auf den Solarwinden zwischen den Sonnensystemen umherreisen. Um sie für die Forschung brauchbar zu machen wurden die Wespen so Verändert, dass sie sowohl grosser Hitze und grossem Druck (wie er bei Explosionen entsteht) widerstehen können, als auch den gewohnten Widrikeiten des Weltalls. Zur Datenerfassung implantierte man den Insekten einen Nanochip, welcher Kontakt mit den Hirnströmen eines Kapsepiloten aufnehmen kann und die so gewonnenen Bilder speichert, sowie einen Peilsender, der sich aktiviert sobald sich die Wespe im wieder Weltraum befindet. Auf den Sationen der University wurden dann die Insekten dann mit Spezialmunition in gedockte Kapseln geschossen, wo sie ihrem programmierten Instinkt folgen verweilten bis die Kapsel zerstört wurde. Hier folgen nun einige Eindrücke welche durch Subjekt XU-76L5, Codename "Fred der 12." gewonnen werden konnten: Fred hatte eigentlich kein kein Glück, denn die Kapsel auf welche er abgeschossen wurde, lebte nach seiner Aktivierung ganze 5 Minuten, da ihr Besitzer mangels eines Jumpclones die Selbstzerstörung aktiviert hatte um das System zu wechseln. Jedoch wollte es der Zufall so, dass die Wespe durch die Explosion in die nebenanstehende Navy Raven des Piloten "Hans" (Name der Redaktion bekannt) geschleudert wurde, wo sie es auf der Suche nach Nahrung tatsächlich schaffte in die arg lädierte Pilotenkapsel zu gelangen.(Dies konnte anhand der Im Chip eingebauten Kamera einfach rekonstruiert werden) Sofort begann dann der Chip die neuralen Ströme des Piloten aufzuzeichnen, während sich die Wespe an dem neuen Wirt erfreute, welcher sich hauptsächlich von Ghalen und Quafe Ultra, sowie Alkohol ernährte, und kaum mehr in die Kapsel passte, geschweige denn dem Kommunikations-Hologramm, welches ihn darstellte, irgendwie glich. Dem entsprechend Wirr waren auch die erfassten Gedanken des Piloten: Ausrichten nach Hulm..... boah geil ne Machariel, so n Ding werd ich mir auch zulegen wenn ich mal mehr Geld hab, so Autopilot setzen auf Jita, zum einkaufen, aktvieren..... Mensch wo ist das Bier? Welcher Depp hat mein Bier verlegt? Ah da ist es ja. Scheisse wieso brauch der Pot so lange um in den Warp zu kommen? Och ich hab mich auf das falsche Gate ausgerichtet? naja wen interessierts... hab ich mehr Zeit um zu trinken... geht ja sowieso alles viel zu schnell heutztage. Ach verdammt das Bier macht müde, machen wir mal n Quafe auf. So jetzt noch was zu essen, ah hier, Ghalen. So wo ist denn der Notizblock? Schliesslich muss ich mir noch Fitting zusammenstellen. Mann das Bier ist schon wieder leer, ein neues. Ah da ist der Block. So was schrauben wir da auf das Schmuckstück? Hmm ich will ja in den Low-Sec, Piraten jagen. Die haben eh keine Chance gegen mich... alles Anfänger. Aaalso was schrauben mr da drauf? (Fred labte sich grad an dem halbleeren Bier) Okay... Artillerie, das tönt gut, die sollen ja nen hohen Initialschaden verursachen, da Packen wir mal zwei drauf...Hmmm und dann? Ah ja Railguns, die kommen schön weit, ich glaub da nehm ich auchmal 2 Stück. Tja und was machen wir mit den verbleibenden 4 Slots? Da kann man nur noch so blöde Missiles draufpacken... ich glaub ich hau da noch Heavy Launcher drauf... Torps fliegen zu lahm, und Cruisemissiles sind etwas für die Anfänger die noch Missionen für die Navy fliegen, also Heavys.... 4 Stück. Oh wow ich bin ja schon in Jita. Grad mal kaufen das Zeug. Schön günstig, und bissel besser als der Standard, das passt, gleiche ich ja mit meinen Fähikeiten locker aus. So nochmal n Quafe aufmachen. Ah ja und noch den Schnaps den ich in Hulm gekauft habe... jaja brauen können die Republikaner schon besser als alle anderen. So zurück zum Fitting.. verdammt ist mir Schwindlig, noch mal n Quafe Ultra rein... so X-Large Booster, 3 Grosse Schild-Extender, oh und Schild-Recharger tönt auch ned übel nochmal 2 stück drauf. Noch zwei Hitze-Ableiter drauf, damit die Waffen nicht überhitzen, und dann noch son Gyrodingsbums.. kann man bestimmt auch brauchen... hm dann noch was um die die Schussweite zu vergrössern... ah ja hier Tracking-Enhancer, gekauft. So und was machen wir mit dem letzten Slot? ah ja.. gegen diese blöden ECM-Freaks noch n Radar-Backup-Array.. ich hab doch Radar oder? Naja jedes vernünftige Schiff hat n Radar... kaufen. So losfliegen Richtung Lowsec. Um dem Konsument dieser Dokumentation Kopf- und Bauchschmerzen zu ersparen, brechen wir hier die verwirrende Multimedia-Einblendung ab, und fassen die folgenden Fakten kurz zusammen. - Die idiotischen "Fittingkünste" des Piloten sind auf seinen fehlerhaften Lebensmittelkonsum und die Einbildung er sei der Beste, zurückzuführen. - Der Körper, sowie die mitgeschleppten Lebensmittel, die sich zum Zeitpunkt der Aufzeichnung in der Kapsel waren, würden ausreichen um eine ganze Kolonie von Weltraumwespen über Jahre zu versorgen, ohne das der Pilot was davon mitbekäme. - Das Schiff überlebte seinen ersten Kampf (Dauer: 20538ms) gegen drei Tech2 Cruiser nicht, konnte auch keinen nennenswerten Schaden austeilen. - Die Ursache des Schiffverlusts liegen am Fitting sowie hauptsächlich aber daran, dass der Pilot die Lebensmittelvorräte welche er in Hulm gekauft hatte, auf dem Weg in den Lowsec über via Jita, vollständig vertilgt hatte. - Fred geht es gut, er wurde 20 Sekunden nach der Explosion der Kapsel von einer unbemannten Sonde aufgesammelt und in die nächste Universität gebracht. - Ein weiterer Ähnlicher Fall wurde bereits dokumentiert, vieleicht kommen wir also dem Fail-Fit-Phänomen endlich auf die Schliche. Wir werden sie über weitere Fortschritte auf dem Laufenden halten! (c) Republic University News Service. |
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#5 |
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Angestellter Frachtpilot
Registriert seit: 06.12.2009
Beiträge: 56
Char: Yendral
Corp: Industrie und Handels Konsortium
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Das Bild
Dieser Anblick würde Zel bis an das Ende seines Lebens beschäftigen. Es war grausam und dieses Bild würde sich in sein Hirn brennen. Unwiderruflich. "Diese Chipkarte weist sie als einen offiziell anerkannten Kapselpiloten der Universität von Caille aus." Die Erklärungen der Ausweisbefugten der Universität waren der blanke Hohn für Zel. "Der Ausweis speichert sämtliche Informationen über Sie. Ihren Kontostand, ihr Corporationszugehörigkeit, ihre Befähigungen - und die dazugehörigen Zertifikate - und natürlich ein Holo von ihnen um bei Bewerbungen nachzuweisen, dass Sie wirklich Sie sind." Die Frau lachte. Zel hasste sie. Dieses Bild, dieses Holo wie sie es nannte, drehte Zel den Magen um. Er hatte Geschichten gehört, dass die Menschen auf der Erde ihre Ausweisbilder nicht leiden konnten. Sie fanden man würde auf den Ausweisbildern unmöglich aussehen. Zel konnte das bestätigen. Wenn Zel daran dachte, dass er sich mit diesem Ausweis - mit diesem Bild - bei einer Corporation seiner Wahl bewerben würde, liefen ihm kalte Schauer über den Rücken. Man würde ihn nie aufnehmen. Was sollte ein CEO auch über einen Typen denken der nicht einmal in der Lage dazu war ein ordentliches Bild von sich selbst zu machen? Er würde ewig Mitglied der Universität bleiben wie diese gescheiterten Kapselpiloten die die Studenten unterrichteten. Die Universität. Diese verdammte Universität gab Millionen für seine Ausbildung aus - Millionen - aber sie konnten sich keinen vernünftigen Fotografen leisten. Man nutzte einen Computer der verschiedene Hintergründe, Beleuchtungen, Frisuren und anderen Schnickschnack vorschlug. Zel hatte aus diesen ganzen Möglichkeiten gewählt. Er hatte falsch gewählt. So musste es einfach sein. Er konnte einfach nicht glauben, dass es dafür keinen Kurs gab. Irgendetwas wie "So wird mein Ausweisholo nicht zu einer kompletten Katastrophe". Nachdem er das Holo sah, fragte er als erstes ob er ein Neues machen dürfe. Die monotone Stimme des Computers antwortete, dass dies aufgrund irgendwelcher Sicherheitsbestimmungen nicht möglich sei. Er hielt das für eine dreiste Lüge und war drauf und dran das Mistding zu hacken um noch ein Bild zu machen aber die Anzeige sagte ihm, dass das Bild schon gespeichert sei, also riss er sich zusammen und kehrte in sein Quartier zurück. Das war jetzt eine Woche her. In dieser Woche hatte er sein Abschlusszeugnis auf einer riesigen Zeremonie erhalten. Auf der Veranstaltung waren sogar die hohen Tiere der gallentischen Föderation anwesend und hielten geschwollene Reden über "die Zukunft der Föderation" dessen Teil Zel jetzt wäre. Er betrank sich an diesem Abend mit dem härtesten Schnaps den er finden konnte. Irgendein minmatarisches Zeug das einer seiner Kommilitonen besorgt hatte. Der Kater hielt immer noch an und die piepsige Stimme der wild gestikulierenden Bürokraft vor ihm machte seine Kopfschmerzen nur noch schlimmer. "Sie dürfen diesen Ausweis auf keinen Fall verlieren. Falls es doch einmal dazu kommen sollte, melden sie sich hier und der Ausweis wird deaktiviert. Sie erhalten dann einen Neuen, der ihnen in Rechnung gestellt wird." Zel sah einen Hoffnungsschimmer. Er nuschelte eine Frage: "Muss ich dann auch ein neues Holo machen?" "Keine Sorge. Das Bild ist gespeichert und wird automatisch in den neuen Ausweis geladen." Er hasste die Frau. Er nahm den Ausweis und ging in Richtung der Schiffsausgabestelle. Vielleicht sahen wenigstens die Schiffe der Gallente besser als sein Bild aus.
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"Ich bin ein gewaltiger biotischer Sturm und ich werde über euch hinwegfegen wie... wie ein... gewaltiger biotischer Sturm!"
Geändert von Yendral (18.03.2010 um 14:39 Uhr) |
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#6 |
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Konstellations-Kanzler
Registriert seit: 30.09.2006
Beiträge: 1.095
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Zeitpunkt des Geschehens: Cirka 900 Jahre vor YC
Ort des Geschehens: Region: Aridia Konstellation: Mayonhen System: Mishi Planet: Mishi IV "Es war eine lange, mühsame Reise. Obwohl mein Kartograph behauptet, dass die Entfernung zu den zentralen Thronwelten nicht groß ist, waren die Anstrengungen hierher zu kommen aus mehreren Gründen zu ermüdend, um sie aufzuzählen. Das Ergebnis der Mineraliensuche ist auch betrüblich. Es scheint so, als wären die Reichtümer, die wir zu finden geglaubt hatten, nirgendwo aufzuspüren. Diese Region scheint im wahrsten Sinne des Wortes frei von jeglichen Reichtümern zu sein - eine Wüste ohne Oase in Sicht, wo selbst mein Glaube schrumpft und stirbt. Vielleicht werden andere etwas Wertvolles hier finden. Ich schaffe es nicht." Aus dem Logbuch von Soruma Aquiun, Kommandeur des 51. Erkundungstrupps. +++ Teilrekonstruierter und übersetzter Bericht eines Wasserhändlers der Ni-Kunni über die Ankunft der Amarr auf Mishi IV mit anschließendem Auszug aus dem Logbuch des Kommandeurs des 51. Erkundungstrupps, Soruma Aquiun, bei der Landung auf demselben Planeten. +++ „Geehrter gunstiger Leser. Zu Beschreibung dieser Chronick/haben mich vnderschiedliche Vrsachen bewogen. (Textabschnitt zerstört) haben mich offtmalen ersuchet/ dergleichen Materi vnter die Hand zunemen (Textabschnitt zerstört) Groß vnd manigfaltig ist der Nutz solcher Schriften (Textabschnitt zerstört). Auff die 30. Menschen von frembden Fels wurden begraben (Textabschnitt zerstört) welche der gerechte Gott bezwunge worde/ vns mit so schwere Straffen heim zusuchen. Als der Staub sich gelegt hat, sah jch, wie der Fels aus dem Himmel auf acht metallenen Fuße stand vnd die Erde unter dem Fels (Textabschnitt zerstört). Guldene Personen traten auß dem Fels/ gingen zu den Leuthen zu jhren Haussen vnd sprachen mit frembder Stimme (Textabschnitt zerstört)/ gaben vns Speis/ Trank vnd name vns die Leiden (Textabschnitt zerstört) namen ein paar der Vnseren mit (Textabschnitt zerstört). Jch glaube/ dass vnsere Nachkomene vns schelten wurden/ wann sie auß den frembden Schriften erfahren mussten/ wie es allhier dieser Zeit hergegangen/ vnd wir solches nicht verzeichnet hetten? (Textende) +++ (Auszug Beginn) „… durchbrachen die äußeren Atmosphärenschichten und bereiteten die Landung auf den, vom Kartographen zugewiesenen, Landeplatz nahe einer größeren Siedlung vor. Zu spät erkannten wir, dass wir geradewegs auf einem versteckten Weiler zuhielten, konnten jedoch keine Korrekturen mehr durchführen und landeten geradewegs auf dem Weiler. Nach ersten Erkenntnissen unseres Erkundungstrupp sind wir auf eine weitere menschliche Zivilisation gestoßen, der Trupp hat einige menschliche Überlebende des Weilers gefunden. Nach mehreren Stunden, die wir mit den Überlebenden verbracht haben und deren Unheil gemindert haben, kann ich feststellen, dass ihre Zivilisation auf Handel und Kunst basiert. Wir haben einige Angehörige des Volkes in unser Landeschiff verbracht und werden Sie unsere Kultur lehren …“ (Auszug Ende). +++ Drei Jahre später wurden die Ni-Kunni, wie sie sich selbst nennen, mit außergewöhnlich geringem Widerstand in die Sklaverei geführt, aufgrund der kargen Umweltbedingungen auf deren Heimatplaneten scheint es so, als wollten die Ni-Kunni ihren Planeten verlassen und mit harter Arbeit auf anderen Planeten ihre Überlebenschancen verbessern, was sich im Nachhinein auch als richtig erwiesen hat. In den vergangenen Jahrhunderten konnten sich viele Ni-Kunni vom Sklavendasein befreien und bekleiden nun wichtige Positionen im Kaiserreich, das Wirtschaftsleben im Kaiserreich wird zu großen Teilen ausschließlich von Ni-Kunni geführt. Einige Ni-Kunni haben auch einen Weg als Kapselpiloten einschlagen können. |
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#7 |
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Konstellations-Kanzler
Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 1.341
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Das Erste Mal In so gut wie jeder größeren, öffentlichen Raumstation gab es Räume wie diesen. Ausgestattet mit einer autarken Energieversorgung, drei- und vierfach abgesicherter Computerüberwachung, einem separaten Luftaufbereitungssystem und so starker Panzerung, als wären es eine hochwichtige militärische Einrichtung. In ihnen reihten sich eine hohe, mit Flüssigkeit gefüllte, transparente Säule neben die andere. Versehen mit hochkomplizierten technischen Geräten beinhalteten sie jeweils eine biologische Lebensform. Ruhig, so als schliefen sie, schwebten sie in der atmungsaktiven Flüssigkeit. Hin und wieder zuckte ein Finger, ein Bein oder andere Muskeln, wie im Traum. Doch der wahre Grund für die Bewegung waren winzige Nanobots, die ständig damit beschäftigt waren, die Motorik der Körper nicht verkümmern zu lassen, bis diese benötigt wurden. Und das geschah in der Regel ohne Vorwarnung oder Vorbereitungszeit. Plötzlich schnellten die Werte an einer der unzähligen Säulen in die Höhe, ein grelles Warnlicht begann, hektisch zu blinken und ein alarmierendes Summen erfüllte den Raum. Aus allen Richtungen eilten die zuständigen Techniker und Mediziner heran, während die aktivierte Einheit von der Servoautomatik in Windeseile aus ihrer Verankerung entnommen und zur Entladestation transportiert wurde. In einem großen Schwall drang die Flüssigkeit aus der Bodenöffnung und schwemmte den Körper in das Auffangbecken aus vorgewärmtem Edelstahl. Während die nun nutzlose Flüssigkeit rasch durch die vielen Auslässe abfloss, schnappte der Körper zum ersten Mal in seiner Existenz nach echter Luft. Die blicklosen Augen irrten ziellos herum und Arme und Beine schlugen und traten unkontrolliert um sich. Unzähligen Male in Theorie und Praxis wiederholt, waren die notwendigen Handgriffe den Medizinern längst in Fleisch und Blut über gegangen, und auch diesmal gelang es ihnen, die glitschige Haut zu fassen, damit sich die Frau in ihrer Orientierungslosigkeit nicht noch selbst verletzte. Nun, da sie dem sicheren Tod gerade erst entronnen war. * Wenig später saß Siblil, in einen warmen, flauschigen Bademantel gehüllt, in einem bequemen Polstersessel und betrachtete durch das große Panoramafenster die Sterne. Die Sterne, die ihr so vertraut waren – und die ihr im Moment so kalt und unnahbar schienen. Es hätte ein ganz normaler Transportflug werden sollen. Von Jita in ein abgelegenes Sonnensystem außerhalb der Reiche, das noch nicht einmal einen Namen hatte, sondern nur als Zeichenkombination. Siblil hatte, seitdem sie sich eine Covert Ops zugelegt hatte, schon viele solcher Flüge unternommen und niemals war es zu Problemen gekommen. Die Cheetha war rasch im Warp und die Tarneinrichtung tat ihr übriges, damit sie unbehelligt an ihr Ziel und wieder zurück gelangte. Daher hatte sich die Kapselpilotin keine allzu großen Sorgen gemacht, als sie die beiden Schiffe auf Warteposition am Sternentor entdeckte. Doch diesmal ging alles schief - und alles viel zu schnell. Siblil hatte sich schon im Warp gewähnt, als plötzlich von dem einen Schiff eine Blase ausging, die sich rasend schnell ausbreitete und ihren Warpantrieb störte. Nahezu gleichzeitig befand sich ein kleiner, schneller Abfangjäger direkt neben ihrem Schiff, was die Tarneinrichtung zum Erliegen brachte. Die Piratenschiffe waren nicht schwer bewaffnet, aber für ihre Covert Ops-Fregatte war es mehr als ausreichend gewesen. Quasi im Handumdrehen hatten sich die Anzeigen des Schildes rot gefärbt, die Warntöne in ihrem Kopf meldeten das Durchschlagen der Panzerung, eine Kameradrohne verging in einem Feuerball und lies sie buchstäblich auf einem Auge erblinden – dann das schockierende Knacken über ihr, das sie mit ihren eigenen Ohren hörte – dann blendende Helligkeit – oder war es eine unergründliche Schwärze ... Siblil schüttelte sich unbewusst. Obwohl sie genau wusste, dass die ganze Prozedur, in welcher der Brennscanner in der Kopfstütze ihrer Liege ihr gesamtes Gehirn gescannt und alle Daten an den Klon in dieser Medizinische Station übermittelt hatte, nur den Bruchteil einer Sekunde benötigt hatte, hätte er genauso gut ein ganzes Menschenleben andauern können. Nur undeutlich konnte sich Siblil daran erinnern, wie die Medizinier sie aus der Wanne gezogen hatten. Sie hatten beruhigend auf sie eingeredet, während sie ihren zitternden Körper abgetrocknet und in den warmen Stoff gehüllt hatten. Anschließend hatten sie sie in den sogenannten "Aufwachraum" geführt, wo eine Psychologin sich um sie kümmern sollte, doch Siblil wollte im Moment nicht reden. Siblil wußte nicht mehr, wie lange sie apathisch dort gesessen hatte und sie würde wohl auch jetzt noch dort sitzen, anstatt in diesem separaten Ruhebereich, wenn nicht diese beiden kräftigen Gallentepiloten scherzend hereingekommen wären. Sie hatten den Eindruck erweckt, als würden sie, frisch geduscht, von einer aufregenden Partie Squash zurück kommen. Wie oft musste man wohl diese Prozedur durchlaufen, um so abgebrüht zu werden? Wenn sie den einen richtig verstanden hatte, wurde er auf seinen gefährlichen Einsätzen fast täglich "gepoded". "Gepoded" – eine recht eigenwillige Umschreibung für "getötet zu werden". Langsam stand Siblil auf und ging zu dem großen Spiegel hinüber. Sie öffnete den Stoffgürtel und ließ den Mantel ihre Schultern hinab gleiten. Nachdenklich betrachtete sie ihr Spiegelbild. Einem Außenstehenden wäre es gar nicht aufgefallen, dass dieser Körper gerade erst ein paar Monate alt war. Gezogen in einer Klonanlage, erschaffen durch eine Technik, die schier alles möglich machen konnte. Gedankenverloren strich sich Siblil über die Tätowierung an ihrer Wange. Sie war in jedem Detail identisch zu der, die sie sich erst vor ein paar Tagen hatte stechen lassen. Ihre Haare hatten den gleichen Farbton, den gleichen Schnitt wie ihre alten. Das kleine, sternförmige Muttermal neben ihrem Nabel war da, wo es sein sollte. Ihr rechter zweiter Zeh war um genau den halben Zentimeter verkürzt, wie sie es schon ihr Leben lang gewohnt war. Ihr Körper war eine perfekte Kopie - aber trotzdem nicht der selbe. Siblil berührte leicht die Unterseite ihres Kinns. Die kleine Narbe dort, die sie sich als Kind beim Herumtollen mit ihrem großen Bruder zugezogen hatte, fehlte. Ihr linker Arm war niemals bei einem Shuttleunfall gebrochen worden. Ihre rechte Hand hatte nicht nach einer Prügelei in einer Bar geschient werden müssen. Alle diese Kleinigkeiten waren nicht mehr vorhanden, da dieser Körper das alles niemals miterlebt hatte. Sie allen waren mit ihrem alten Körper vergangen. War Siblil trotzdem immer noch der gleiche Mensch? Rein rechtlich gesehen, war sie es. Die interstellaren Gesetze unterschieden nicht zwischen Kapselpiloten und ihren Klonen. Auch die Gesellschaft hatte sich nach anfänglichen Irritationen rasch darauf eingestellt. Und Siblil selbst? Sie fühlte sich wie gestern, sie konnte sich an ihre Vergangenheit erinnern, wie gestern. Sie empfand Liebe und Hass für die selben Dinge, wie gestern. Trotzdem war etwas anders. Sie war gestorben und wiederauferstanden. Das musste sie erst einmal verarbeiten, ohne überzuschnappen. Siblil hatte schon von Kapselpiloten gehört, die nach ihrem ersten – "Tod" nie wieder eine Kapsel bestiegen hatten. Aber es gab es auch diejenige, die sich in einen waren "Unsterblichkeitsrausch" steigerten und immer größere Risiken eingingen, nur um diesen Augenblick immer wieder zu erleben. Solange, bis selbst die ausgefeilteste Technik nicht mehr in der Lage war, sie zu retten, oder sie schlicht und einfach ein Fall für die Psychiatrie wurden. Gehörte Siblil zu einer von diesen Gruppen? Derzeit kreisten ihre Gefühle nur unbestimmt herum, ohne zu einem festen Punkt zu gelangen. Unwillig schüttelte sie ihren Kopf. Die Bewegung verursachte einen leichten Schwindel und sie griff sich in den Nacken. Einen Nacken, der glatt und jungfräulich war und nicht über die neuralen Anschlüsse verfügte, die für die Steuerung eines Schiffes als Kapselpilot unabdingbar waren. Diese, genauso wie die anderen Implantate in ihrem Kopf, waren mit dem alten Körper vergangen. Doch neue lagen bereits in der Chirurgischen Abteilung nebenan bereit und warteten nur auf sie. Wenn sie das wollte ... Siblil zog sich den Bademantel wieder über und zog den Stoffgürtel entschlossen fest. Ja, sie würde sich wieder dem Eingriff unterziehen und als Kapselpilot weiterfliegen. Das war es, was sie liebte; das war es, wofür sie alles andere aufgegeben hatte; das war es, wofür sie bestimmt war. Nicht heute. Aber morgen und bis zum Ende ihrer Tage. |
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Wing Commander
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Chaos Crew Connection
Herbert Heinzelmann-Wichtelherr, Rufname: Lichtbringer – naja den hätte er gern, von seiner Crew wurde er nur „Die Leuchte“ oder „Chaos-Berti“ genannt -, konnte auf eine astreine amarrianische Karriere als Raumpilot zurück blicken und war nun Kapitän eines Schlachtschiffes. Als schlechtester seines Jahrgangs hatte er es nicht leicht, doch durch geschickten Verrat an Vorgesetzten, durch streuen falscher Gerüchte, und durch Anzeigen wegen Häresie - natürlich hatte er vorher Beweise präpar… äh „gesammelt“ - und natürlich durch Fälschen von Abschusslisten (da wurde schon mal aus einer Stabber 2 Vagabonds oder aus einem altersschwachen Industrial, ein Frachter. Wie dem auch sei, er war nun Schlachtschiff Pilot. Als solchem oblag es ihm natürlich auch die Ausrüstung des Schiffes zusammenzustellen. Er hatte 3 Tagelang mit ein paar Freunden (allesamt in der Akademie durchgefallen oder unehrenhaft aus der Navy entlassen) darüber gebrütet und nach 3 Fässern Ammatar Ale und einigen Duzend Flaschen geschmuggeltem Minmatar Schnaps der Marke „Brutor Rachenputzer“, war ein ausgeklügeltes revolutionäres Fitting entstanden welches keine Blöße hinterlassen würde. Die Bewaffnung des neuen Apocalypse-Klasse (Navy Ausführung) Schlachtschiffes würde es mit jedem Gegner aufnehmen können, egal auf welcher Entfernung. Als Waffen für die Nahbereichsverteidigung wurden je2 Pulslaser und Autocannons konzipiert. Autocannons deshalb weil es kann ja vorkommen dass der Feind widerwärtige Kriegstechniken einsetzt und den Energiespeicher leert. Um für entfernte Gegner gerüstet zu sein, sollten 2 Railguns und 2 Beamlaser Batterien ausreichen. Natürlich wurde für genügend Munition aller Art gesorgt um für jeden Gegner das passende Begrüßungsgeschenk parat zu haben. Da die Schilde die erste Verteidigungslinie darstellen, hatte Herbert diesen natürlich ein besonderes Augenmerk verliehen und würde gleich 2 zusätzliche Schildemitter (LSEII) installieren lassen. Dazu selbstverständlich einen XL-Schieldbooster, um dem Feind beim Versuch seine Schilde zu zerstören ins Gesicht lachen zu können, während sein Schild immer wieder aufgeladen würde. Da sein neues Schiff die Kampfentfernung sowieso diktieren werden konnte wie es wollte, wurde auf zusätzliche Antriebssysteme verzichtet und stattdessen sollte noch eine Capazitor Batterie eingebaut werden, um möglichst lange Energie zu haben und um Energieneutralisatoren den Spaß zu nehmen und sie auslachen zu können. Gemäß den Traditionen der Amarr, war die Panzerung der Schiffe nicht stark, aber nicht stark genug für Herbert. Um für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Schilde versagen, gerüstet zu sein, sollten 3 1600mm Platten aus Tungsten eine undurchdringliche Wand darstellen. Um oberflächliche Kratzer und leichte Beschädigungen durch Dreadnoughts zu reparieren, sollte eine mittlere Panzerungsreparatureinheit ausreichend sein. Für eine bessere Zielverfolgung sollte, laut Herbert, ein Tracking Enhancer ausreichend sein. Da das revolutionäre Fitting reiche Ernte unter den Feinden des Empire halten würde, durfte eine Laderaumerweiterung natürlich nicht fehlen. Da zu erwarten war, dass der Feind dieses neue Juwel der Navy jagen würde, sollte zur Unterstützung des Warpantriebs ein Kernstabilisator eingebaut werden. Herbert wusste dass die Minmatar und Gallente die vornehmlichen Gegner seines Schmuckstücks sein würden, würde er noch veranlassen Sensor Verstärkungen gegen Ladar und Magnetometrische einzubauen. Als Drohnen würde er leichte Aufklärungsdrohnen an Bord bringen lassen, um mehr Feinde aufspüren zu können. Herbert ging also in den Schiffshangar der Station um seinem 1. Offizier und dem Bordingenieur seine Pläne zu überbringen und alles nötige zu veranlassen. Als er das Schiff betrat, fand er zunächst nur den Bordingenieur… „Meister Schrotti…“ „äähmm“ „…unterbrechen sie mich nicht ich bin der Käptn… also hier sind die Pläne für die Schiffsausrüstung. Auszuführen bis 1200 morgen früh… ääh Mittag…und ich wünsche keine eigenmächtigen Änderungen, der Plan wurde in Zusammenarbeit mit einigen Strategen entwickelt.“ „Aber…“ „Kein ABER! Machen sie sich an die Arbeit…. Und wo ist bloß der 1WO verdammt…“ „Aber…“ „KEIN ABER!“ Stauchte er den Ingenieur zusammen. *räusper* „Kapitän Wichtelherr“ *grins* „welch.. äähm… ‚Freude’ sie an Bord der ‚Gotteszorn’ begrüßen zu dürfen. Ich weiß ja dass sie gerne so gute Personal hätte wie wir, aber unseren Bordingenieur behalten wir!“ Kam von hinten eine Stimme und als sich Herbert umdrehte, erkannte er den 1 WO des Schiffes und hinter ihm war auch noch eine Plakette angebracht, auf der der Name des genannten Schiffes eingeprägt war. Mit hochrotem Kopf riss Herbert dem Ingenieur, der schon fast in Lachen ausgebrochen wäre (wegen dem Fitting das er sich angeschaut hatte oder der Szene bleibt mal so dahingestellt), die Pläne aus der Hand und während er wütend die Gangway herab ging, hörte man von Bord der „Gotteszorn“ noch einige Gesprächsfetzen und Gelächter „Railguns? .. hahaahha…Ladar Sensorverstärker?... hahaahah …Schieldbooster? …hihihihihihi “ Nach einiger Zeit wurde Herbert dann von einem Suchtrupp seines Schiffes gefunden und aufs Schiff gebracht, welches von Herbert „Die mächtige Hand Gottes, die die Feinde seiner Majestät und des Imperiums zerschmettern wird, wie ein Hammer einen Schmetterling, der dummerweise auf dem Amboss sitzt!“ getauft wurde. In der Flotte hatte das Schiff schon den Spitznamen Schmetterling bekommen und seine Crew Mitglieder wurden die Zer-Schmetterlinge genannt, was nicht sehr zur Moral der Truppe beitrug. Nachdem er die Proteste des BI und des 1WO gegen das Fitting niedergerungen hatte, indem er den 1WO wegen Insubordination erschießen hatte lassen, zog er sich in sein Quartier zurück. Am nächsten Tag pünktlich um 14:29 – Herbert hatte den Zeitpunkt von Minute zu Minute verschoben um keine Verspätung im Logbuch zu haben – Steuerte die „Schmetterling“ auf das All zu. Da Herbert darauf bestanden hatte persönlich manuell abzulegen, werden die Reparaturarbeiten am Abdocksystem und den Drucksschleusen wohl einige Wochen benötigen, um die Station wieder Einsatzbereit zu machen. Wie dem auch sei, Gerüchten zur Folge gab es nur ein Gefecht der „Schmetterling“ mit einigen Minmatar Schlachtschiffen, welche allerdings mysteriöser Weise alle erst nach der Zerstörung der Schmetterling ebenfalls zerstört wurden. Untersuchungen der im All treibenden Leichen hatte gezeigt, dass alle ein Lachendes oder grinsendes Gesicht gehabt hätten und die Flugschreiber hätten seltsames Gelächter und die Worte LOLFIT und ULTRAFAILFIT aufgezeichnet. Dennoch die Ursache für die Zerstörung der Schiffe wird wohl nie vollständig aufgeklärt werden können. Die „Schmetterling“ wird heute als ein heldenhaftes Beispiel in der Amarr Navy genannt. Sie allein hat 3 Schlachtschiffe 2Schlachtkreuzer und 4 Kreuzer vernichtet. Die Minmatar sprechen von einer neuen bestialischen Waffe, der Amarr… … „Leider“ gingen die Original Pläne des Schiffsdesigns mit Herbert unter…“ Herbert HELD des Imperiums! |
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Konvoi-Admiral
Registriert seit: 21.05.2009
Beiträge: 487
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Mein erster Versuch einer Eve-Story. Sämtliche Ähnlichkeiten mit real existierenden oder fiktiven Personen, Zuständen und Ereignissen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Die hier geäußteren Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig meine Meinung wieder.
Ein schrilles durchdringendes Geräusch dringt in meine Ohren. Langsam fährt das Hirn wieder hoch. Der Schiffsalarm ist es nicht. Gut. Meine (Ex)Frau ist es auch nicht. Noch besser. Es ist der verdammte Wecker. Wie jeden Morgen. Langsam öffnen sich meine Augen und zeigen verschwommen 04:22. Das ist der Vorteil wenn man so nah am Maschinenraum wohnt. Man hat keinen langen Arbeitsweg. Aber das aufstehen fällt schwerer als sonst. Entweder werde ich alt oder die starken Kraftfelder haben, anders als offiziell behauptet, doch gesundheitliche Auswirkungen. Das könnte ein Nachteil sein wenn man so nah am Maschinenraum wohnt. Ich schlüpfe in meine Sachen von gestern, werfe ein Pfefferminzdrops ein und mache mich auf den Weg. "Maschinenmaat zweiter Klasse Ulkien meldet sich zum Dienst" salutiere ich vor meinem Vorgesetzten. Der nickt nur ohne den Blick von seinem Dienstplan zu heben, wie jeden Morgen. Ich überprüfe den Status vom Warpkern und den Reparatursystemen und gebe mir Mühe geschäftig auszusehen. An sich ist nicht so viel zu tun in Friedenszeiten. Da sind 200 Mann pro Schicht etwas überdimensioniert bzw unterfordert. Die Minmtar-Tussi kommt rein. Sie grüßt niemanden denn sie hat nicht viele Freunde hier. Sie war mal eine Sklavin der Amarr konnte sich aber aus eigener Kraft befreien. Da sie sich gern rächen will aber die Minmatar mehr Leute als Schiffe haben dient sie freiwillig auf unserem Kahn. Das ist auch besser so denn die Minmatar Schiffe sind nicht gerade für Bequemlichkeit gebaut. Acht Leute teilen sich in zwei Schichten 4 Betten. Das es auf Minmatar Schiffen keine Geschlechtertrennung gibt, wie auf allen anderen Schiffen, erklärt vielleicht deren hohe Fortpflanzungsrate. Sie sieht zu mir rüber also suchen meine Augen schnell ein anderes Ziel. Sie sieht ziemlich sexy aus in ihrem Overall. Wenn sie keine Minmatar wäre könnte ich mir durchaus was mit ihr vorstellen. Aber die Rassengesetze sind ziemlich streng in dieser Hinsicht. Wer sich mit jemandem aus einer anderen Rasse einlässt hat sein Leben verwirkt. Ich frage mich nur warum sich Politiker darum kümmern wer es mit wem treibt. Als ob die keinen anderen Probleme hätten. Ein paar Male schon haben ein paar aus der Crew versucht ein wenig Spass mit ihr zu haben. Zuerst nur einer. Den hat sie ordentlich vermöbelt. Das nächste mal habens zwei probiert wobei einer danach wegen Dienstuntauglichkeit ausgemustert werden musste. Als es dann 3 versucht haben hat es einer nicht überlebt. Ich denke jetzt probiert es keiner mehr. Das komische ist, dass keiner von denen Probleme bekommen hat. Die Vorgesetzten schauen gern weg bei solchen Vorfällen. Den Angehörigen des Verstorbenen wurde sogar mitgeteilt er wäre im Kampf für das Vaterland heldenhaft umgekommen. Ist wahrscheinlich nur ein Standardbrief wo der Name eingesetzt wird. Der Warpkern summt. In alten Science-Fiction Filmen und Serien geht er immer über mehrere Decks und leuchtet. Wer hätte damals gedacht das eine unscheinbare Kiste so groß wie ein Schreibtisch ein ganzes Schiff auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigen kann. Vorrausgesetzt es kommt genug Energie durch die fünf oberschenkelstarken Kabel. Unser Brutix Schlachtkreuzer hat schon ein paar Kämpfe mitgemacht und sich auch ganz wacker geschlagen. Aber selbst in Kampfsituationen ist der Großteil der Crew völlig unterfordert. Es gab schon genügend Vorschläge die Crews auf eine Handvoll Leute und Computersysteme zu reduzieren. Dann könnte man die Schiffe um den Faktor 10 verkleinern. Aber bei keiner der Fraktionen findet der Vorschlag besonderen Anklang. Alle haben eine Wehpflicht von mindestens 5 Jahren. Nur etwa fünf Prozent der Crews erleben deren Ende und das sind meist die glücklichen auf den Missionrunner Schiffen im High-Sec. Wenn man wie wir auf einem Schiff den Low-Sec patroulliert ist man eigentlich schon tot wenn man an Bord geht. Ich denke das ist die einzige Möglichkeit die Bevölkerung halbwegs einzudämmen und noch größere Not zu verhindern. Das ganze erinnert mich ein wenig an den Roman "1984" den ich als Jugendlicher mal gelesen habe. Da diente der Krieg zwischen den Großmächten nur dazu um die Bevölkerung besser ausbeuten und unterdrücken zu können. Wahrscheinlich hat jeder Staat sogar nur gegen die eigene Bevölkerung gekämpft. Schon damals habe ich mich gefragt ob ein Krieg je der Bevölkerung eines der beteiligten Staaten genutzt hat. Aber solche Gedanken sind gefährlich, selbst bei uns Gallente. Denn auf der anderen Seite existiert ein Staat der niemanden in den Kampf schickt nicht lange. Und wenn ich mir überlege von den Amarr oder Caldari behrrscht zu werden könnt ich mir gleich die Kugel geben. Da läuft sie wieder an mir vorbei mit ihrem stolzen und herausfordernden Blick. Ein wenig Nähe würde niemandem schaden verdammt. Ich hatte schon überlegt mich Sanshas Nation anzuschließen da es dort die "freie Liebe" geben soll. Aber ich weiß nicht ob man noch Lust hat wenn man von einem Implantat gesteuert wird. Vielleicht sollte ich meine eigene Nation aufmachen. Wobei wir wieder beim Problem der Verteidigung wären. Ich verziehe mich ein eine abgelegene Ecke um meinen Frühstückskonzentratbrei zu verzehren. Der enthält angeblich alles was der Körper so braucht. Es gab auch schon die wildesten Theorien dass noch ein bisschen mehr drin ist. Zum Beispiel die Reste der Toten oder Drogen zur Kontrolle. Aber wenn das so wäre könnten sie sicher auch Fruchtbarkeitshemmer oder Lustblocker reintun. Ich grübel schon wieder zu viel. Drei Stunden habe ich jetzt ein perfekt justiertes System neu justiert nur um etwas zu tun zu haben. Und so bleibt man auch in Übung. Plötzlich schrillt der Schiffsalarm. Hat doch Ähnlichkeit mit dem Wecksignal. Fast zeitgleich verstummt das vertraute Summen des Warpkerns. Der Feind hat also einen Warpdisruptor oder Warpscrambler auf uns aktiviert. Na Klasse. Es gibt Gerüchte dass uns eine Crow angreift. Wahrscheinlich werden bald seine Freunde hier sein. Das wars dann wohl. Die Minmatar läuft aufgeregt zu ihrem Pult und startet die Drohnen. Fünf Hobgoblin II werden sich dem Feind annehmen. Warum sind die Overalls der Frauen eigentlich immer zu eng? Die vor kurzem neu installierten akustischen Warnsignale zeigen an dass die Panzerung beschädigt wird. Ich aktiviere die Nanobotpumpen. Wie ein Netz aus feinen Adern ziehen sich Rohre durch das Schiff und transportieren die kleinen Reparaturroboter dahin wo sie gebraucht werden. Die Schäden werden bald behoben sein aber der Feind sorgt ganz sicher für neue. Das schlimmste ist, nicht zu wissen was vor sich geht. Niemand sagt einem ob es gut um uns steht oder schlecht. Das weiß nur der Podpilot. Er ist auch der Einzige der das ganze überleben wird wenn es schlecht ausgeht. Er wird in seinem Pod ausgestoßen wenn das Schiff zerstört wird und kann so seine Erfahrungen behalten. Selbst wenn der Pod zerstört wird, wird er einfach wieder geklont. Wir sind entbehrlich weil es zu viele von uns gibt und die werden im halben Dutzend geklont. Dafür soll es in der Kapsel ziemlich stinken hab ich gehört. Der Pilot verlässt sie ja nicht bis er in einen neuen Klon schlüpft. Einige sollen sich sogar absichtlich abschießen lassen um endlich mal eine saubere Kapsel und einen frischen Klon zu bekommen. Aber gut riechen tut es hier im Maschinenraum auch nicht gerade. Früher soll es ja Schiffe gegeben haben die auf und unter dem Wasser gefahren sind wo es genauso zuging. Es wundert mich nur dass sich in zehntausenden von Jahrten Fortschritt für manche Probleme keine Lösung findet. Vielleicht weil es keine Probleme sind. Der Obrigkeit ist es schließlich egal wie wir uns hier fühlen. Die haben ihre eigenen selbstgemachten Probleme und niemandem dem sie Rechenschaft ablegen müssen. Vielleicht sollte ich mich doch einer Piratenfraktion anschließen? Aber da ist es wahrscheinlich dasselbe in Grün. Entweder gehört man zu denen die die Regeln machen oder zu denen die sie befolgen. Wie schön wäre es sein eigenes Ding zu machen irgendwo auf einem abgelegen Asteroiden mit einer schönen Frau. Ein wenig Einkommen durch Bergbau, gerade dass es zum leben reicht. Plötzlich riecht es noch strenger als sonst. Der Neue hat sich von dem Alarm beeindrucken lassen und in die Unteroveralls gemacht. Er weiß natürlich nicht das wir Armor tanken und daher trotz Alarm noch nicht aller Tage Abend ist. Die Alten klopfen ihm freundschaftlich auf die Schulter und geben ihn den Rat die Unteroverall nicht in den Entorganisierer zu legen, wo alle organischen Spuren eliminiert werden, sondern sie aufzuheben als Erinnerung. Wir alle hätten unser "erstes Mal" noch im Schrank. Es ist natürlich nur eine Methode die neuen zu ärgern und die meisten fallen drauf rein, so wie wir alle mal. Ich gehe in die andere Richtung. Ich muss unbedingt mal den Namen der Minmatar rausfinden. Aber es ist schwer privat mit Crewmembern zu reden da fraternisieren verboten ist. Manchmal frage ich mich was überhaupt erlaubt ist. Wahrscheinlich nur Befehle befolgen und im Notfall sterben. War das schon immer so? Gab es eine Zeit wo Menschen wirklich frei waren? Oder wenigstens eine wo die Guten geherrscht haben? Ich muss mein Geschichtswissen auffrischen auch wenn man der Geschichtsschreibung nicht trauen kann. Denn wie heißt es so schön: "Wenn man die Vergangenheit nicht kennt ist man dazu verdammt sie zu wiederholen." Und obwohl jeder die Kriege der Vergangenheit kennt gibt es trotzdem ständig Krieg. Wollen oder können die Menschen nichts daraus lernen? Ich könnte mein ganzes Leben friedlich im High-Sec stehen und Mininglaser aktivieren. Aber das heißt nicht das man sicher ist. Es gibt genug verrückte die einen trotz CONCORD angreifen auch wenn nichts zu holen ist. Und wenn nichts mehr zerstört würde wer würde mein Erz noch kaufen? Plötzlich verstummt der Alarm. Der Kampf ist vorbei. Entweder explodiert der Feind gerade oder wir. Ich zähle mit und nach fünf Sekunden denke ich wir haben es geschafft. Da ertönt auch schon die übliche Ansprache des Pod-Piloten durch die Lautsprecher. Fast zehn Minuten lobt er uns über den grünen Klee, wie jedesmal. Ist wahrscheinlich seine Art sich nach dem Kampf zu beruhigen. Das heißt aber nicht das die mittägliche Ansprachen heute ausfällt, nein. Er will uns wie immer lobend beim Oberkommando erwähnen. Aber das hat uns noch nie einen Vorteil gebracht. Meine restliche Schicht läuft ereignislos. Die Minmatar läuft mir noch zweimal über den Weg. Ich habe immer das Gefühl dass sie lächelt wenn ich ihr begegne. Aber das kann bei allen anderen auch der Fall sein. Oder es ist einfach ein Ausdruck von Mitleid. Den Gallentefrauen fehlt irgendwie diese Austrahlung. Die wirken immer so unscheinbar. Klar gibt es auch ein paar hübsche an Bord, aber mit keiner von denen könnte ich mir was vorstellen. Ich schlender auf mein Zimmer. Nach dem Abendkonzentratbrei ziehe ich meine Sachen aus und legen sie für morgen bereit. Das Bett ist noch warm von meinem Mitbewohner der gerade seine Schicht antritt. Ich lasse den Tag nochmal Revue passieren und denke an die vielen Fragen die sich mir aufgeworfen haben. Wie kann ich unter so vielen Zwängen ein glückliches Leben führen? Wäre ich überhaupt glücklich wenn ich machen könnte was ich will? Es heißt ja auch "Das schönste ist der Wunsch, das zweitschönste dessen Erfüllung." Vielleicht sollte ich mal den Schiffscounselor besuchen. Vielleicht kann der mich wegen "psychischer Probleme" ausmustern. Andererseits habe ich von Leuten die wegen Dienstuntauglichkeit gegangen sind auch nie wieder was gehört. Vielleicht lässt man sie einfach verschwinden. Ich frage mich auch ob ich der einzige bin der sich derartige Gedanken macht. Beim Rest der Crew habe ich das Gefühl die sind eher einfach gestrickt. Und wenn die ihr Quafe haben ist alles in Ordnung. Trotz offizieller Demokratie empfinde ich die propagierte Freiheit nicht so wie sie sein sollte. Was ist das für eine Demokratie wo man sich das Wahlrecht durch Militärdienst oder ein bestimmtes Alter erst verdienen muss? Aber wenn die Selektion überall sonst in der Natur stattfindet warum dann nicht auch in der Politik? Es ist frustrierend zu wissen wo und warum man überhaupt kämpft. Es gibt nur den Alarmzustand und die restliche Zeit. Ich bin froh dass ich keine Nachtschicht habe, da ist meist noch weniger los, und schlafe ein.
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Corp Jumpclone Service POS-Service Amarr, Ammatar, Khanid, Caldari Zitat:
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#10 |
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Flugdeckschrubber
Registriert seit: 24.03.2010
Beiträge: 1
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Ich sitze vor meiner Konsole. Um mich herum sind mindestens zwei dutzend Asteroiden und ein Schwarz. Zum Glück ist Dieses von vielen hellen Punkten, vielen scheinenden Sternen durchsetzt, die ich alle zählen kann - falls mir danach wäre. Aber warum sollte ich nicht einfach in einen anderen Asteroiden-Gürtel fliegen... nur so - um mir die Zeit zu vertreiben. Mining kann manchmal soo langweilig sein. Ich sitze in meinem Cockpit und überwache die Schirme, daß noch alle Bergbau-Laser arbeiten. Ich schaue meinen Fighter-Drohnen zu, wie sie lustig und lebsam um mein Schiff herumflitzen und eine grüne Sicherheitszone aufbauen. Dann lehne ich mich zurück und schaue aus meinem Fenster. - Wie ich den Anblick der Sterne liebe! So ruhig!
Ich checke, nein, doch nicht, ich kontrolliere meine Bildschirme und sehe beruhigt das warme goldgelbe Licht meiner 3 Strip Miner an der Arbeit. Im Hintergrund höre ich dann manchmal die beste gallentische Musikgruppe die ich kenne: "Y'ves." Dann drehe ich die Boxen ab und zu so laut auf, daß dabei schon einmal einer meiner Mining-Kristalle zersprungen ist. Und das ist kein Bergmanns-Garn! Doch da! Zwei Crook Watchmen tauchen auf und leuchten warnend rot auf meinem Übersichts-Display. Ich atme erleichtert auf... Endlich Abwechslung! Meine Drohnen rasen wie ein wilder Schwarm Bienen auf die Ahnungslosen zu. Ganz unbedacht dieser kleinen Abwechslung füllen meine Erzbau-Laser meinen Laderaum Sekunde um Sekunde mehr mit Omber. Sie ahnen nicht, daß "draußen" gerade eine meiner Drohnen einen Piraten abgeschossen hat. Sie sehen nicht, mit welcher Eleganz diese Acolyte-II-Drohnen den Feind umtanzen. Nein, mein Laderaum wird ununterbrochen gefüllt. Und das ist gut so. Schließlich bin ich deswegen hier. "The asteroid is depleted" schallt lautstark durch meine Cockpit-Lautsprecher. "Verdammt", rufe ich erschreckt aus meinem Halbschlaf hochfahrend. "Hätte ich doch nur mal gründlicher gescannt vorher!" Ich überprüfe mein Display. Wie erwartet hat sich ein Laser abgeschaltet.Also dann - einen neuen Asteroiden suchen! Ich fliege zurück nach Mattere und verkaufe die Ausbeute meines Tages auf einer Astral Mining Station. Zufrieden mit dem Gewinn, ging ich in eine Bar auf der Station. Nach ein paar Whisky, die ich nur "unter der Hand" vom Barkeeper bekam, traf ich Jack. Jack war Kampfpilot. So wie man sich einen vorstellt. Ein-Milimeter-Haarschnitt, Zwei Augen und einen Drei-TageBart.. "Was machst du so?" fragt er mich, als ob ich eine amarrische Sklavin wäre. "Ich mache das, was man damals auf der Erde als Bergmann bezeichnet hätte", antworte ich, lehne mich zurück und nippe an meinem illegalem Whisky. "Wow", antwortet Jack, "das ist ja ein spannender Job!" "Weißt Du Jack, er ist sicherer... und neben dem Geld - ich liebe den Anblick der Sterne wenn sie so ruhig sind." |
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Solarsystem-Kanzler
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Ich moechte mich schon einmal im voraus Entschuldigen das ich die Wortanzahl fast ausgereizt haben und hoffe das es trotz alledem den ein oder anderen Leser gibt, der bis zum Ende durchhaelt
Komm, reich mir Deine Hand Das Flimmern der Luft verhinderte jegliche klare Sicht, egal wohin man sah, auch wenn es hier nicht viel zu sehen gab. Der Acker war noch nicht vollends bestellt und die Sonne heizte die Luft und den Boden unnachgiebig auf. Kaum zu glauben, dass in wenigen Wochen der Boden von Essbarem ueberwuchert sein soll. Sollte es in den naechsten Tagen, entgegen der bisherigen Prognosen, nicht regnen, wuerde dieser Wunsch auch nicht in Erfuellung gehen. Doch nach all den Jahren der Entbehrungen, Enttaeuschungen und Zeiten der Resignation wusste man genau wie man das Wetter, den Boden und die Flora zu deuten hatte. Und aus diesem Grund musste die Arbeit bis Uebermorgen fertig werden. Bis spaet in die Nacht die Erde durchwuehlen und die Samen ausstreuen, um dann, mit zufallenden Augen, ein wenig Essen zu fassen und kurz darauf in den wohlverdienten komatoesen Schlaf zu fallen. Schwere Arbeit, Jahr ein Jahr aus aber es gab noch keinen einzigen Tag an dem die Entscheidung bereut wurde. Ein stetig lauter werdendes Grollen uebertoent die Stille und laesst den Zuhoerer suchend und irritiert aufhorchen. Im Umkreis von mehreren Kilometern gibt es keine Geraete oder Fahrzeuge die als Ursache fuer den Laerm in Frage kommen koennen. Der Blick schweift ueber den Horizont, steigt in die Hoehe und wieder herab, in der Hoffnung etwas zu finden, das die Geraeusche erklaeren kann. Der Ton ist so tief das er sich im Magen und den inneren Organen niederschlaegt und der ganze Koerper zu vibrieren scheint. Ein Gefuehl der Hilflosigkeit und des Unwohlseins steigt auf und wird mit jeder Sekunde staerker, die das Brummen weiter anhaelt. Noch einmal steigt die Lautstaerke an und verebbt dann mit einem Mal zu alter Stille. Der Unwissende bleibt nicht allein zurueck. Die Angst steht nun neben ihm, tippt ihm auf die Schultern, draengt ihn nach seiner Familie zu schauen. Das Gewissen hat sich verkrochen, traut sich nicht mehr hervor vor dem Stein, weil die Angst zu uebermaechtig scheint. Und die Neugier steht 500 Meter, in der flimmernden Ebene kaum zu erkennen, entfernt und ruft nach ihm. Hier kann er nicht bleiben, er muss wissen was es war. Wissen das alles in Ordnung ist. Und so laeuft er, das Feld und die Geraete hinter sich lassend, in Richtung Heim. Dort wo sein Leben, sein Herz ist, wo es keine Angst gibt und die Neugier nur ab und zu vorbeischaut. Minuten und Stunden rennt und laeuft er stolpernd, immer nach Luft ringend, und mit der Angst im Ruecken. Er weiss woher diese Angst kommt, er hat vor seinem Leben hier genug erlebt, um zu wissen wie Geschichten am Lagerfeuer in dunkelster Nacht entstehen, bei denen die Kinder sich die Ohren zuhalten und die Erwachsenen dem Weinen nahe oder in wissende Resignation verfallen. All die Wahrheiten die in diesen Maerchen stecken wollte er entfliehen und hier mit seiner Familie neu anfangen. Weit weg von dem grausamen Kosmos, in der die Hoffnung selbst sich nicht mehr hinzutrauen scheint. Durch den dichten dunklen Wald rennt er, auf dem kuerzesten Weg nach Hause. Stock und Stein stellen sich gegen ihn, doch er ignoriert sie. Er nimmt das Fallen und Stuerzen kaum zur Kenntnis. Die Schnitte, Prellungen und Blessuren versuchen mit Schmerz auf sich aufmerksam zu machen, doch er hat keine Zeit, ist zu beschaeftigt, um sich ihrer anzunehmen. Immer naeher kommt er seinem Ziel. Nur noch ein paar hundert Meter zum Rand des Waldes und dann die Anhoehe hinauf. Jetzt kehrt sich die Angst um und will ihn aufhalten. Man muesse doch auch auf die eigene Sicherheit bedacht sein, vielleicht ist auch gar nichts und man hat sich umsonst von der Arbeit gedrueckt. Das Gewissen wirft immer wieder Zwischenrufe ein, um die Aussagen der Angst zu bestaerken, doch die Neugier hat ihn an der Angel und die Angst selbst kann sich nicht entscheiden, zu wem sie sich gesellen soll. So tritt er hinaus aus den Wald, zurueck in das Licht der Sonne auf das sanfte, gelbgruene Gras des Huegels und schaut hinueber wo sein Haus steht. Es steht wie er es verlassen hatte, mit dem kleinen Holzhaufen fuer den Kamin und den gewaschenen Sachen, die im Wind trocknen. Seitlich des Huegels grast das Vieh und der Rauch des Schornsteins verweht in einer leichten Brise. Jedwede Angst scheint unbegruendet doch die Neugier zieht und zerrt weiter an ihm. So trottet er weiter, in Richtung Haus, nur der Neugier willen auch wenn das Gewissen meckernd hinterher stapft. Am Haus angekommen findet er weder Frau noch Kinder. Er ruft und sucht doch niemand meldet sich und keiner wird gefunden. Die Hausarbeiten und Spielzeuge liegen in der Gegend herum, vermitteln den Eindruck eines spontanen Aufbruchs. Ein Krug liegt zerbrochen auf dem Boden, der Inhalt hat ihn bereits seit einiger Zeit verlassen. Hier wird er nichts finden. Er muss raus und dort suchen. Einsam steht er auf dem Huegel und laesst den Blick schweifen. Er kann selbst mit dem Fernfokus nichts ausmachen, dass ihm hilft. Er kann warten und hoffen das sie einfach nur ins naechste Dorf zum Einkaufen gegangen sind. Er kann selbst zum Dorf gehen und fragen. Herausfinden ob sie seine Familie gesehen haben und etwas ueber das Grollen wissen. Eine Bewegung am Himmel laesst ihn aufblicken. Ein Schweif zieht sich quer ueber den Horizont und endet in einer glaenzenden Spitze. Der Fernfokus verraet ihm alles was er wissen muss. Er weiss nun woher das Donnern kam und das es bald wiederkommen wird. Er weiss jetzt wo seine Familie ist. Er weiss jetzt, dass die Ernte dieses Jahr ausfaellt. Die Angst ist verschwunden und der Hass oeffnet das Tor zu seinem Hangar. Komm, Gevatter Tod, reich mir deine Hand, es gilt Amarr zu ernten.
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Mitglied von Strategic Solutions Ltd. "Persönliche Beleidigungen durch diesen Post sind (meist) unbeabsichtig oder durch paranoid-psychotisch veranlagte Auffassungsgabe des Lesers herbeigeführt und selten im Sinne des Urhebers!" |
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#12 |
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Flugdeckschrubber
Registriert seit: 19.11.2009
Beiträge: 7
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Folgende Geschichte knüpft an meine erste aus dem 2ten Wettbewerb an.
Die Erde ( Teil 2 ) Logbucheintrag: „Es sind jetzt fast 3 Jahre vergangen, da wir zur dieser Expedition aufgebrochen sind. Unsere fünfzigste Wurmlochbetretung wird gleich stattfinden. Das Team aus Ingenieuren macht Fortschritte in der Entschlüsselung des 'Titanbrechers' wie sie diesen Sprengkopf getauft haben den wir zu dutzende aus einem Talocan Schiffswrack geborgen hatten. Dieser Torpedo hat nach den Einschätzungen der Wissenschaftler genügend Sprengkraft um eine ganze Sonne auszulöschen. Vielleicht war es verantwortungslos diese Mengen an Sprengkraft auf die Experience bringen zu lassen. Aber den ständigen Gefahren der unbekannten Systeme hat auch auf Dauer ein Träger der Nyx-Klasse nicht viel entgegenzusetzen. Hier draußen hat man viel Zeit nachzudenken. Selbst wenn es uns gelingt ein Weg zur Erde zu finden, wird nichts sein wie es war. Alles was ich kannte und liebte ist schon seit Jahrtausenden verschwunden. Ich glaube . . . ACHTUNG! An alle. Bereit machen zum Wurmlocheintritt. Commander Sully zur Brücke. Ende der Durchsage. Das bin dann ja wohl ich. „Captain Brock gehen Sie zum Gefechtsleitstand. Und kann wer dem Podidioten ähm korrigiere dem Podpiloten ausrichten, wenn er uns wieder mit der Steuerbordseite voran durchs Loch bringt, schließe ich ihn für 30 Tage in die Zelle.“ 3 . . . 2 . . . 1 . . . Sprung. „Okay Pilot bringen Sie uns in die Nähe der Sonne. Aufklärung machen Sie ihre Sonden fertig zum Abschuss. Und Brock seien Sie bereit am Gefechtsstand falls es Schwierigkeiten gibt.“ Wapantrieb ak. . . „Ach hören Sie schon mit diesen unsinnigen Schiffsdurchsagen auf. Jeder hier weis wie es nun langsam abläuft. Melden Sie nur wenn es wichtig ist oder ich Sie dazu auffordere Lieutenant Quatschbirne!“ „Telford!“ „Was?“ „Sir mein Name ist Telford. Sir.“ „Brücke? Hier Aufklärung. Melden Kontakte. 12 Stück. Drohnen der Klasse Schwer und Mittel.“ „Hier ist Sully holen Sie ihre Sonden ein! Telford! Warnen Sie die Besatzung. Schicken Sie die Fighterstaffeln Eins, Drei und Sieben raus. ACHTUNG! ACHTUNG! Wir werden angegriffen. ALARMSTART der Staffeln Eins, Drei und Sieben. „Captain Brock hier ist der Commander. Ich hoffe Ihre Waffen sind bereits aktiv!“ „Ääh äähm aber selbstverständlich Sir.“ „Gut. Telford funken Sie die Wissenschaftler an. Sie sollen für den Notfall einen Ihrer Titanbrecher bereit zum Abschuss machen!“ „Ja wohl Sir. Aufklärung meldet 20 weitere Kontakte. Keine Klasse feststellbar, aber es ist größer als alles was uns je begegnet ist. Sir die Wissenschaftler sagen es kann unvorhersehbare Konsequenzen haben eine solche Sprengkraft in der Nähe eines Sterns zu zünden.“ „Ach was solls das System hat 3 davon und wir sind am kleinsten. Der große orangefarbene da der leuchtet auch für Zwei. Gefechtsstand bereit machen zum abfeuern des Super-Nova Torpedos. Und Telford rufen Sie endlich unsere Fighterstaffeln zurück. GEFECHTSSTAND FEUER FREI!!“ Torpedo schlägt ein in 3 . . . 2 . . . 1 . . . AUFPRALL! „Leute was ist? Warum hör ich nichts von euch? Haben wir getroffen? Sind die Feinde zerstört? Ich bin noch geblendet von der Explosion.“ „Oh mein Gott der Stern, er wächst.“ „Was? Scheiße. Pilot sofort zum Wurmloch zurück und raus springen. Schnell die Sonne explodiert. Von wegen Titanbrecher. Die Torpedos zerstören ganze Sonnensysteme.“ 3 . . .2 . . .1 . . .Sprung. Logbucheintrag: „Wo war ich unterbrochen wurden? Ach egal. Hier Commander Sully. Heute war ich gezwungen den Abschuss eines Torpedos aus den Talocan Schiff zu befehlen. Entgegen der Warnungen der Wissenschaftler gab ich den Befehl zum Abschuss. Das rettete uns allen das Leben. Als Folge der Explosion die nahe der Corona eines Zwergensternes stattfand, fing dieser an sich exponentiell in der Masse zu vergrößern. Wir sind durch das Wurmloch zurückgesprungen, aus dem wir gekommen sind. Ich habe einen Spähtrupp beauftragt nach zuschauen wie es auf der anderen Seite aussieht. Ich hoffe da ist noch etwas vom Sonnensystem übrig. Leider ist es uns bisher nicht gelungen einen Sprung durch das Wurmloch durchzuführen. Die Schiffssysteme spielen total verrückt nähert man sich auch nur mehr als ein Parsec. Die Ingenieure behaupten diese Störungen ähneln stark denen am EVE-Gate. Ist das Zufall? Oder sind wir vielleicht sogar ein Schritt näher zur Aufklärung was vor all den Jahren passiert ist. Ich habe angeordnet alles sorgfältig zu untersuchen und eine Datenbank über alle Ergebnisse anzulegen. Sully Ende.“ ---------------------------- In meinem Blog gibts auch beide Kapitel zum lesen Geändert von Donar (27.03.2010 um 20:01 Uhr) |
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#13 |
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Raumschiffausbeuler
Registriert seit: 23.03.2010
Beiträge: 10
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Die Geschichte des Vinarius New Eden, ein Universum ungeahnter Möglichkeiten. Hunderte, tausende von Corporations bilden täglich neue talentierte Piloten aus, Piloten mit einer vielversprechenden Zukunft in den Häfen dieser Galaxie. Piloten welche schon in kurzer Zeit, mit einem Quantum Willenskraft, Führungspositionen der machtvollen Firmen dieser Welt einnehmen und in Inter-Steller Kredits schwimmen werden...Prolog … und da ist Vinarius – Der glatzköpfige Container Scanner Manche tun es für Ruhm und Reichtum, andere des Reizes wegen, ein Wurmloch zu finden, deren Bewohner, die intelligenten Sleeper, zu jagen und ihre Schiffe, bis an die Grenzen der Technik ausgerüstet, zu erproben. Vinarius scannt für einen Container, aber nicht für irgendeinen Container... Geschichten erzählen von einem mysteriösen Container... einem Container verankert in den schier unendlichen Weiten der Neuen Welt. Legenden kursieren von einem Behältnis der Macht! Den jungen Piloten der Zukunft erzählt man die Geschichte vom Gefäß der unentdeckten Möglichkeiten. Jedoch gibt es zwei Versionen der Geschichte, die eine erzählt von einem Bottich welcher die gesamten Steuereinnahmen der Königreiche New Edens seit Anbeginn der Zeit, im Quadrat, inne hat, die andere jedoch, an dessen Authentizität Vinarius glaubt, erzählt von einem Blueprint innerhalb dieses Allkübels – einer einzigartigen Blaupause des Haarwuchses! Um die Aufmerksamkeit von diesem haarigen Wunder abzulenken, erzählt er seinen Nächsten stets von den eher uninteressanten Steuereinnahmen.... *** Current Location: AICE - IV - Moon I - Caldari Business Tribunal Bureau Offices Vinarius Tag begann wie immer völlig chaotisch und ohne jeden Plan. Seid dem er von jenem seltsamen Container hörte, drehte sich sein gesamtes Dasein um dieses nicht bestätigte Fragment einer Geschichte. 'All meine Probleme, all mein verlorenes Selbstbewusstsein! Diese Blaupause wird mir helfen, den auch ICH Vinarius, ausgestoßener minmatarischer Glatzkopf, ohne jedwede Ausbildung oder Qualifikation habe das Recht auf Haarwuchs!' Bevor der 22 jährige Minmatar, dem Gott kein Haar geschenkt hatte, sich aufmachte um in einem stationären Frühstückslokal die Zeche zu prellen, stellte er sich wie immer vor seinen persönlichen "Wunderspiegel". Im Grunde war es kein Wunderspiegel, Vinarius hatte lediglich mit einem schwarzen Filzstift Haare auf dessen Fläche gezeichnet. Dies war seine einzige Motivation. "Oh Vinarius, siehe welch Prachthaar!" murmelte er, "möge diese Blaupause meine Wurzeln zum glühen bringen und mir lockige, reine Hornfäden schenken". Es ist nicht etwa so das Vinarius an einer Alopezie oder Hypotrichose litt, nein dieser Minmatar wurde simpelst ohne Haare geboren. Hinausgeglitten in einen glatzkopffeindlichen Familienkult. Im Alter von lediglich 14 Jahren verstoßen, ausgesetzt im All ohne positives Gedankengut. Oft kam es vor das der junge Minmatar kurz vor dem Einschlafen wieder und wieder die Stimme seines Vaters hallen hörte: "Oh Vinarius du der Sohn meiner Lenden, siehe deine schimmernde Kopfhaut, welch Pein für unseren Stammbaum! Soll das All dich heimsuchen. Hinfort nun mit dir, du bist der Sohn den ich von nun an abtue als wärest du niemals geboren." Oft der einzige Halt eines Minmatars, dessen Familie, war nun für Vinarius nicht mehr zugänglich. Sein Schicksal beutelte ihn. Seine Zukunft zeigte unbestimmte Farben. Sein einziger Besitz, eine Probe älteren Baujahres... Im Grunde hatte er ein Schiff und einen Übergreifenden Plan, jedoch absolut keinen Plan wo er seine Suche beginnen sollte. Lediglich die Geschichte in Verbund mit der kurzen Silbe Aice, und das jeder Abenteurer es dort versuchen sollte, brachte ihn hier her. Sehr zum Vorteil von Vinarius, den in seinem letzen System Vaurent, war er bereits als der "minmatarische Zechenpreller" bekannt geworden. Nun nachdem Vinarius ein üppiges, unbezahltes Frühstück zu sich nahm, sah er sich bereit seine Suche in diesem, ihm unbekannten System zu beginnen. Stundenlang scannte er, AU für AU nahm er sich vor, jedoch ohne Erfolg. Kurz vor seinem selbsterklärten Feierabend um exakt 19 Uhr Aicer Uhrzeit, pingte plötzlich ein unbekanntes Gebinde auf seinem Radar auf. Sein Herz raste, er konnte sich nur schwerlich wieder unter Kontrolle bringen. Bilder prasselten auf seinen Kopf ein, er selbst mit einem dichten Fell auf dem Dach seines Schädels. Sofort begann er mit einer definierteren Lokalisierung dieses Gebindes. Doch es war verschwunden, als würden die Götter über ihn lachen, verschwand das Objekt vom Radar. Am heutigen Tag würde es nicht mehr auftauchen. Vinarius erschöpft von der nur temporären Freude und dem verbundenen Adrenalinstoß schlief ein. Seine Kopfhaut spiegelte die Weite des Universums, in dieser Nacht hörte er wieder die Stimme seines Vaters. "Dominix an Probe, Dominix an Probe, können Sie mich hören?" Vinarius schoß hoch, der Abdruck des Amaturenbretts stempelte sein Gesicht: "Ja? Ja! Ich höre, Probe an Dominix, ich höre Sie". "Gehört der Container zu ihnen?" röhrte es durch das Commandodeck. "Von welchem Container sprechen Sie, ich erbitte Auskunft." Vinarius rieb sich das Schlafkorn aus den Augen und starrte in die Dunkelheit. Plötzlich erblickte er auf 13 Uhr einen Container. "CONTAINER?!, ehm, Container!, ja klar *hust* das ist meiner! Mein Container, meiner ganz alleine!". Sekunden später ertönte die rasche Antwort des Captains der Dominix: "In Ordnung, erbitte Auskunft über Inhalt, meine Onboard Scanner zeigen einen extrem überdurchschnittlichen Masseinhalt." Vinarius nicht ganz sicher was er erwidern sollte, näherte sich dem Objekt... zaghaft sah er sich bereit es zu öffnen... [...] Vinarius fand was er suchte. Sein größter Wunsch, erfüllt von einem rostigen, uralten Kübel unbekannter Herkunft. Es war ein langer, harter Weg bis zum Blueprint des Hornfadens. Der Minmatar musste sich durch Über- und Übermengen ans ISK schaufeln. Beide Versionen der Legende waren richtig. Vinarius schnappte sich seine größte Hoffnung mit beiden Händen und verschwand im All. Der Dominix Pilot sah Vinarius nie wieder. Plötzlich schreckte Vinarius auf, entsetzt blickte er ins Nichts... Ein unglaubliches Gefühl, als habe er etwas vergessen packte ihn am noch nicht vorhandenen Schopf. "Nein" murmelte Vinarius, und ein zufriedenes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus "natürlich nicht." Geändert von swlx87 (26.03.2010 um 16:52 Uhr) |
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Raumschiffausbeuler
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Ryek saß in der Stationsbar in den Lower Decks und sah den an- und abfliegenden Schiffen zu. Ohne es wirklich wahrzunehmen, trank er seinen dritten “Microwapdrive extra“ mit großen Schlucken, und bestellte mit einem Handzeichen seinen vierten. Der Barkeeper zog überrascht die Augenbrauen hoch. Seiner Erfahrung nach waren die Gäste schon nach dem zweiten nicht mehr capstabil, und nach dem dritten “gepoddet“; offensichtlich besaß dieser Gast spezielle Implantate oder hatte seinen Geist von seinem Körper abgekoppelt. Er führte die Bestellung aus und zuckte innerlich zusammen, als Ryek mit einem weiteren großen Schluck das Glas zur Hälfte leerte.
“Probs gehabt?“ fragte er mit professioneller Anteilnahme. Ein Blaster, der einen Moment vorher nicht da gewesen war, lag auf dem Tresen und zeigte in Richtung des Barkeepers. “Ich bring euch alle um.“ sagte Ryek. “Alle.“ Seine Stimme klang tonlos und klar, nicht wie man es von einem stark Betrunkenen erwarten sollte. “Gleich jetzt?. Oder können wir vorher darüber reden?“ Der Barkeeper war einigermaßen stolz auf seine Menschenkenntnis, sie hatte ihm hier schon oft das Leben gerettet. Wenn Ryek hätte “alle umbringen“ wollen, wäre das bei der Geschwindigkeit, mit der er den Blaster gezogen hatte, bereits passiert gewesen. Also konnte man es sich, mit der entsprechenden Unverschämtheit, leisten neugierig zu sein. Ryek entspannte sich etwas und nippte an seinem Glas. “Nicht schlecht der Saft. Noch einen.“ Der Barkeeper erbrach sich innerlich, hatte aber keine andere Wahl als den Wunsch zu erfüllen. Vielleicht starb sein Gast ja bevor er um sich schoss. Er stellte das Glas auf die Theke und sah Ryek herausfordernd an. “Nagut. Ich arbeite in der Security einer Corp. Naja, Security trifft die Sache nicht wirklich. Meistens jedenfalls. Wir pflegen sehr die Individuali..“ er schluckte “dingsda. Deshalb ist nie wer da wenns Krieg gibt.“ Er grinste. “Money for nothing and the Chicks for free.“ Der Barkeeper grinste zurück. Das hörte sich eigentlich ganz entspannt an. Warum wollte sein Gast dann den Alkohltod sterben? “Aaaalso. Irgendwie muss ich natürlich auch da meine ISK verdienen. Zum Glück haben wir viele Kunden. Du weißt schon, Transporte, Mining, Feinde der Fraktionen eliminieren, das ganze Pod-Piloten Programm. Dazu noch etwas Forschung und Produktion.“ Der Barkeeper nickte, und Ryek leerte das eine Glas und griff nach dem anderen. “Gestern bin ich von einer längeren Tour zurückgekommen und wollte nach Bestätigung der Auftragserfüllung meine ISKies haben. Ich gehe in meinem Terminal also ins Menu für “Auftrag abschließen“. Das heißt: Ich wollte in das Menü gehen. Ging aber nicht.“ Er nippte an seinem Glas. “Tut ihr denn keinen Alkohol mehr in die Drinks?. Naja. Wie ich schon sagte: Es ging nicht. Dafür kam ein Fenster, das mich darauf hinwies, das die Abrechnungen ab jetzt mit einem neuen, effizienten Prozess verwaltet würden. ‚Bitte melden Sie sich in dem System an‘ hieß es da. Name, Einheit, Mitarbeiternummer, blablabla. Ich habe eine halbe Stunde gebraucht, um die Daten aus anderen Teilsystemen unserer Datenverarbeitung zu beschaffen, und ich bin sicher, die Kollegen ohne meine Berechtigungen benötigen Tage dafür.“ Ryek griff nach dem Glas und verfehlte es knapp. Er sah überrascht auf seine Hand, überlegte es sich anders und sah dem Barkeeper direkt in die Augen. Der blinzelte, und danach war der Blaster vom Tisch verschwunden. “Na also, geht noch.“ Ryek nickte zufrieden und griff nach dem Glas. “Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Anmeldung. Ja, das war dann irgendwann vorüber.“ “Und dann konntest Du wahrscheinlich Deinen letzten Auftrag erfassen und die Auszahlung veranlassen?“ Ryek knirschte mit den Zähnen “Fasssst. Beinahe. Nachdem ich den Auftrag eingegeben hatte, natürlich alles manuell kopiert, habe ich die “Senden“ Taste gedrückt. Schon 5 Minuten später erhielt ich die Information, das mein Auftrag bearbeitet wird.“ Er legte seine rechte Hand flach auf den Tresen und zog langsam seine Finger an, um eine Faust zu machen. Auf dem Schiffsmetall waren deutlich die Kratzspuren von 5 Fingern zu sehen, feine Metallspäne lagen neben der Faust. “In der Mitteilung waren diverse andere Dokumente eingebettet: 1.Nachträgliche Materialanforderung für die verbrauchte Munition 2.Schadensbericht zum Verlust von 2 Dronen 3.Bestätigungsanforderung für die Behörden, das ich die Piraten rechtmäßig und mit Einverständnis abgeschossen habe 4.Wartungsanforderung für das verwendete Schiff, Kosten zu Lasten meiner Bounty 5.und zu guter Letzt: REISEKOSTENABRECHNUNG " Ryek schlug seinen Kopf auf den Tresen. Das Glas machte einen kleine Sprung. Der Barkeeper sah Ryek mitleidig an. “Warum bin ich eigentlich noch nicht tot?“ dachte er bei sich. “Das Ganze handschriftlich, in dreifacher Ausfertigung, anschließend Übertragung in die Datenverarbeitung. Aufgrund der derzeitigen Auslastung bitten wir zu entschuldigen, das unser Shared Service Center Ihre Anfrage frühestens in 2 Wochen bearbeiten kann.“ Ryek lächelte schief .“Keine Angst, ich zahle in bar.“ Der Barkeeper wurde kreidebleich. “Nein! Bitte nicht! Wir haben hier alles auf Karten umgestellt, wenn ich Bares annehme brauche ich eine Stunde, um das zu verbuchen!“ Er nahm das jetzt leere Glas vom Tresen und begann mit fahrigen Bewegungen, es zu säubern. “Die Getränke gehen aufs Haus. Ausnahmsweise. Ich habe heute meinen karitativen Tag.“ Im Geiste verabschiedete er sich von seinem Tageslohn. Fehlende Beträge wurden glücklicherweise noch ohne Papierkrieg von seinem Gehalt abgezogen. Ryek sah den Barkeeper überrascht an. “Wirklich? Na dann danke ich auch schön. Wie heißt es so treffend: Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Seine Miene hellte sich auf. “Gut zu wissen das ich nicht der einzige Looser in diesem verdammten Universum bin. Weißt Du was ich jetzt mache? Ich steige in einen unserer Frachter, lade ihn voll mit dem teuersten Zeug was ich in den Hangars finden kann und fliege dann Richtung 0.0. In jedem System in das ich springe werde ich dann im Local meine traurige Geschichte erzählen und außerdem sagen, das meine Corp der dortigen diesen Verwaltungsprozess kostengünstig verkaufen wird, sollte ich abgeschossen werden. Eine Doomsday ist ein Dreck dagegen. Und ich werde erst zurückkehren, wenn ich ALLE 0.0 Systeme ohne Schaden bereist habe. Dann habe ich auch etwas Text für die Reisekostenabrechnung. HAH!“ Er erhob sich, grinste breit und machte sich auf den Weg zum Ausgang. Sein Gang ließ kein Anzeichen erkennen, das er eigentlich keine 5 Schritte hätte gehen können. Der Barkeeper sah Ryek nach und fragte bei sich, wo er sich wohl einen Blaster beschaffen könnte...
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And now for something completety different ... |
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#15 |
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Flugdeckschrubber
Registriert seit: 28.03.2010
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Die langen Haare klebten ihr im Gesicht, verschmiert von Blut und Schweiß. Feuchte Tropfen rannen über ihr Gesicht, schneideten sich eine klare Bahn durch den Ruß, der sich darauf festgesetzt hatte. Sie sah aus wie das kroteske Meisterwerk eines alten Meisters, erhaben über Raum um Zeit. Das Pochen, der unerträgliche Schmerz in ihren Gliedern, das Bohren in ihrem Kopf überzeugte sie jedoch davon, keinweltentrücktes Wesen zu sein, das Antlitz immerdar auf Leinwand gebannt. Sie wankte durch die Korridore, welche im gleißenden Licht der Alarmsignale leer und verkohlt vor ihr lagen. Stetig begleitet von dem melodisch an- und abschwellenden Heulen der Alarmsirenen schob sie durch heruntergefallene Bauteile, ausgekohlte Komponenten und zerschmetterte Apparaturen.
Das Schiff wurde einem Grollen erfüllt, kurz bevor die Geschosse einschlugen. Die Druckwellen ließen den Boden unter ihren Füßen schlingern, pressten sie gegen die Wand und trieben ihr die Luft aus der Lunge, wodurch sie kurzzeitig nurnoch schwärze um sich herum wahrnahm. Erst langsam drangen die Lampen wieder zu ihr durch, kleine Lichtpunkte wie Sterne am Nachthimmel, dann wieder die gleißenden Sonnen, die sie zurück in die Wirklichkeit holten. Eine grobe, starke Hand packte sie am Oberarm und rieß sie auf die Beine, wo sie sich hilfesuchend an sie klammerte, bevor eine tiefe, raue Stimme nah ihrem Ohr erklang: "Weiter! Wir haben keine Zeit." Zusammen torkelten sie durch die Korridore vor ihnen, immer wieder stolpernd, als das Schiff eine Ausweichbewegung durchführte, welche die Systeme an die Grenze der Belastbarkeit trieben, immer wieder fallend, wenn Raketen und Energiewaffen sich durch die Hülle schnitten. "Elende Amarr..." fauchte der Mann neben ihr, den sie jetzt als ihre alte Jugendliebe Minar erkannte. Seit das Grenzschiff ihr Transportschiff aufgespürt und gehetzt hatte, waren sie getrennt gewesen. "Wir müssen sie aus diesen Transportkontainern bringen!" murmelte er vor sich hin, sie immer noch am Arm hinter sich herschleifend. Die Transportkontainer....die Notunterkünfte für die hunderten Sklaven, die sie aus der Tyrannei der Gottkaiserin befreit hatten und nun ihrer neuen, freien Heimat entgegenführten. Die Territorien der Minmatar waren so nah...so...nah. Und nun sollten die notdürftig an der Hülle installierten Lebenskapseln ihr Tod sein? Ungepanzert, panisch zusammengeflickt, um so viele wie möglich zu schmuggeln, konnten sie nicht einen Treffer vertragen. Und das goldene, schnittige Schiff, welches wie ein Geier um sie tänzelte würde nicht scheuen, seine Krallen tief in ihr Fleisch zu treiben. Sie wurden wieder gegen eine Wand geschleudert, als sie die letzte Biegung nahmen, und das erste, was sie spürte, war die harte, kalte Schiffswand in ihrem Rücken, dann die massige, verschwitzte und blutende Gestalt Minars gegen ihren Körper knallen. Wieder stand sie kurz davor das Bewusstsein zu verlieren, wieder wollte sie sich der Schwärze hingeben, die sie ummantelte und die Schmerzen kurz nur wie eine entfernte Erinnerung wirken ließ. "Sie kommen wieder!" dröhnte es aus den Lautsprechern, und die kalte, emotionslose Stimme ihres Captains ließ sie aufschrecken. Ihre Aufgabe war zu wichtig, als dass sie es sich leisten konnte aufgrund einiger schmerzender Knochen hier zu liegen und sich selbst zu bemitleiden. Sie hatte in den Minen der Amarr schlimmeres erlebt...sie würde diesen aufgeblasenen Fanatikern nicht erlaubern, sie hier...so...zu erledigen. Mit zitternden Glieder richtete sie sich auf, Minar von sich wegstoßend, das auch er wieder auf die Beine kam. Vor ihnen lag die Doppelschleuse zu den Containern, und angsterfüllte, bange Gesichter, blass und ausgemergelt starrten sie an. Ihre Finger rasten über die Verschlusssysteme, und zischend schob sich die Doppeltür auf. "Raus da, schnell ! Suchen sie Schutz im Schiff, stehen sie nicht im Weg! Suchen sie sich ein sicheres Quartier und bleiben sie da, bis wir die Grenzen erreicht haben! BEEILUNG!" Sie zog verängstigte, zusammengesackte Frauen, Männer, Kinder und Greise an den Schultern in den Gang. Das Amarrschiff würde nichtmehr lange.... Ein ohrenbetäubendes Kreischen erfüllte den Raum vor ihr. Es war nicht der Schrei eines lebenden Wesens, eher das hasserfüllte, leidgeplagte Aufbäumen eines sterbenden Titanens. Panik weitete ihre Augen als sie sah, wie die Außenhaut der Kapsel aufgerissen war, ein langer, schmaler Streifen Dunkelheit, der sich hässlich vor ihr spannte. Sofort riss der Überdrück in dem kleinen Raumschiff Stühle und Schränke, Menschen und Material mit sich, der Kälte des Alls entgegen. Als die ersten schweren Metallkanister gegen den Riss prallten, rissen sie ihn weiter auf, öffneten ihn zu einem gewaltigen Maul, das alles verschlang, was in seiner Nähe stand. Menschen krallten sich aneinander und kreischten auf, als schweißnasse Hände sich nichtmehr halten konnte, eine geliebte Person in die Anonymität des Universums gespien wurde. "Wir müssen die Tür schließen!" blaffte Minar sie an, und sie nickte. Sofort gab sie die Codes ein, und die Tür zwängte sich zwischen die Menschenmassen, die jetzt Panik ergriffen hatte. Sie sah, wie noch wenige sich in das rettende Schiff schleusen konnten, dann aber langsam der Spalt zu eng wurde. Ihr Blick viel auf die Gestalt einer reglos stehenden Frau, ein Bündel im Arm, aus dem ein kleines Händchen ihrem Gesicht zugestreckt war. Bittere Tränen rannten über ihr Gesicht, fielen wie glitzernde Sterne auf das Gesicht ihres Neugeborenen, und der Magen ihrer Beobachterin drehte sich um. Sie wand sich an Minar: "Halt die Tür offen! Gib mir 20 Sekunden!" Wind peitschte um ihren Körper, ließ ihre Haare wie gierige Finger in Richtung Kapsel wehen, und als Minar verstand, stemmte er seine Hände gegen die schließenden Schotts. Schweißtropfen bildeten sich sofort, als seine Muskeln hervortraten und sie zwischen seinem Bein und Arm hindurchschlüpfte. Sie streckte ihre Hand aus, die Finger auf die Frau gerichtet, kurz vor ihr. "Geben sie mir ihr Baby!" Sie reagierte nicht... "Ihr Kind! Bitte!" Sie blickte auf, Panik in ihren Augen... "Es wird leben, bitte...." Die Schotts hatten sich schon fast um ihren Arm geschlossen. "Geben sie mir ihr Baby, bei den Göttern!" Tränen rannten ihr übers Gesicht, und mit zitternden Armen streckte sie das Bündel der Frau entgegen. "Danke..." murmelte sie, als Hände sich um das Bündel schlossen, es zurückzogen in das Schiff, kurz bevor Minar stöhnend aufjaulte und von der Tür wegsprang, welche sich dumpf schlagend schloss. Die Mutter war verschwunden. Alles in dem Raum war leer und kalt. Sie schluchzte, das in Leinen gewickelte Kind an ihre Brust gedrückt. Als sie hinabblickte, sah sie in die eisblauen Augen, die sie interessiert anblickten. Zitternd ließ sie einen Finger über seine Wange streicheln. Sie hatten den Amarr wieder ein Leben genommen, das sie ausbeuten konnten. "Erreichen Sprungkoordinaten in 5....4...." Es hatte sich gelohnt. Jeder Stich von Schmerz und Leid...hatte sich gelohnt. Sie presste das Kind an ihre Brust als sie spürte, wie ihr Frachter auf Warp ging. Erleichtert und glücklich legte sie den Kopf in den Nacken und schrie, schrie vor Freude und Leid, schrie für die, welche sich den Amarr in den Weg stellten, für die, welche ihr Blut für die Freiheit ihres Volkes vergossen und für die Mütter, welche ihre Kinder nie aufwachsen sehen würden.... Geändert von Sarina Moara (28.03.2010 um 14:38 Uhr) |
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Freelancer
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DER AUSSTEIGER
"Komm, gib mir deine Hand!" Peter streckte seinem Freund die Hand entgegen um ihm über die Brüstung der alten Mauer zu helfen. "Ich schaffe es nicht!" "Doch, komm.. ich zieh dich rüber.. jetzt!" Ein außenstehender, zudem noch von einem anderen Planeten, hätte sehr befremdet neben den beiden Jungen gestanden. Die Mauer war selbst für die beiden Kinder nicht wirklich hoch. Doch auf diesem Planeten musste man die Phantasie bemühen, wenn man was erleben wollte. Argula IV war ein Agrarplanet. Das waren ohnehin schon nicht gerade die Zentren des Universums, wo das Leben brodelte. Aber Argula IV übertraf in Bezug auf Trostlosigkeit alle. Der Planet, der trotz seiner erstaunlichen Fruchtbarkeit eine wüstenähnliche, rostrote Färbung besaß, war wohl mit Abstand der langweiligste Ort im Universum. Doch die jungen Menschen dürsteten wie überall nach etwas Abenteuer... Trevor wuchtete seinen etwas dicklichen Körper theatralisch über die Brüstung der alten Mauer, anschließend versteckten sie sich zügig in ein Gebüsch. "Was meinst du.. ob ER da ist?" "Wo sollte er sonst sein? Du weißt doch, was die Erwaschsenen erzählen.. der alte Hicks ist fast nie woanders." Ihr Blick wanderte zu dem kleinen Haus mit dem erstaunlich großen Schuppen nebenan, beides wirkte nicht gerade einladend. Trevor schauderte. "Bist du dir sicher, dass das eine gute Idee ist? Man sagt, der alte Hicks hat sie nicht mehr alle!" "Na also!! Umso spannender!! Und vielleicht war er wirklich einer VON DENEN.." Das überzeugte Trevor schnell. "Wenn das wahr wäre..... Einer VON IHNEN!" "Ein Ehemaliger.. aber immerhin!" Was die beiden Jungen fast nicht wagten, auszusprechen, war ein Begriff, bei dem man nicht mal aufgemerkt hätte in den meisten Regionen der bekannten Galaxis. "Podpilot". Der alte Hicks war so einer gewesen.. hieß es. Was ihn bewog, sich letztlich auf Argula IV niederzulassen, war unbekannt. Vielleicht war er auch nur verrückt. Peter und Trevor näherten sich vorsichtig dem alten Haus. Ein Blick durch das Fenster zeigte eine äußerst karge Inneneinrichtung. "Siehst Du, er ist nicht da... wir können gehen!" Der Mut schien Trevor schon wieder verlassen zu haben. "Nein, wir schauen uns noch den Schuppen an!" Er fand schnell eine Lücke, durch den er hindurchsehen konnte. "Da ist etwas drin.. was großes. Irgendwie.. metallisch!" Plötzlich erklang hinter ihnen eine grimmige Stimme: "WAS MACHT IHR HIER?" Sie wirbelten herum. Es war der alte Hicks. Sein Gesicht war so voller Falten wie ein Acker Furchen hatte. "Wir.. wir..." "Auf große Abenteuertour, was? Kann ich verstehen. Wer hier nicht in jungen Jahren was erlebt, wird wohl für den Rest seines Lebens wahnsinnig.." Trevor drängelte sich nach vorne. Mit einem Mut, der Peter erstaunte, sprudelte es aus seinem Freund heraus: "Waren sie tatsächlich mal ein Kapselpilot? Stimmt es, was die Leute sich erzählen? Und wenn ja, warum sind sie zum Schluß HIER gelandet?" Hicks schaute nachdenklich und richtete seinen Blick nach oben, zum Himmel. "Ihr wisst nicht, was ich gesehen habe.. vielleicht ist es ja kein solches Privileg, Podpilot zu sein, wie ihr denkt..." Ein Ruck ging durch ihn, dann sagte er entschlossen zu den beiden Jungen. "Kommt mit!" Seine Stimme duldete keinen Widerspruch. Er ging zu einer Tür im Schuppen, die mit einem erstaunlich aufwendigen Schloß gesichert war, entriegelte sie und ging hinein.. die Jungen folgten ihm. Licht flackerte auf. Die beiden Jungen verschlug es den Atem. "Eine IBIS! Ein richtiges Schiff! Ein Schiff! Ein Raumschiff!" "Ja.... " begann Hicks gedankenverloren. "Ich habe wesentlich größere Schiffe fliegen dürfen. Wesentlich.... Und ich hatte Geld, mir ganz andere, eigene Schiffe leisten zu können. Aber gerade bei Kapselpiloten gilt 'wie gewonnen, so zerronnen'". Er betätigte eine Art Fernbedienung. Die Ibis öffnete eine Art Rampe, gleichzeitig öffnete der Schuppen überraschend sein Dach. "Ein Versteck! Das ist.. wie ein getarnter Hangar!" Hicks grinste. "Es kostet mich jeden Monat ein paar Flaschen eines sehr teuren Getränkes, damit ein gewisser Herr in der Flugleitzentrale mich nicht meldet... Aber das ist es mir wert. Steigt ein und setzt euch dahin, hier hat man einen schönen Ausblick. Ich muss nach vorne, zur Kapsel.." "Können wir nicht damitgucken, und zusehen, wie sie sich.." "NEIN! Das bringt Unglück.. Und glaubt mir, es ist nicht der ästhetischste Anblick..." Hicks verschwand. Peter und Trevor setzten sich. Bald rumpelte es, und die Ibis erhob sich und beschleunigte mit flammenden Triebwerken. Es war so unwirklich, wie ein Traum. Man spürte kaum was, es war wie ein überwältigender Film, der über die beiden hereinbrach, als alles unter ihnen kleiner wurde, als der Horizont sich anfing zu krümmen und die blaue Atmosphäre zurückblieb. "Ich zeig euch was... Ich zeige euch, warum ihr PRIVILEGIERT seid.." Trevor blickte Peter beunruhigt an. Vielleicht war der alten Hicks wirklich verrückt? In der Ferne blitzen ein paar Sterne auf. Dann merkten die Jungen, dass es mehr als Sterne waren.. Schiffe! Andere Schiffe! Trevor stürzte aufgeregt nach vorne an das große Bullauge. Er wollte sich das Treiben genauer ansehen. Peter hatte plötzlich ein schlechtes Gefühl. "Warte.. das sind.. das.. die fliegen nicht mehr. Nie mehr..." Wracks. Es waren alle Wracks. Alle. Ausnahmslos. Aus der Ferne trudelte ein, verglichen mit den Schiffen, kleinerer Gegenstand an, näherte sich, wurde größer... Ein Pod! Er war halb zerissen... Daneben schwebte, verbunden wie durch ein unsichtbares Band, etwas zunächst unidentifzierbares.. Peter schauderte. Trevor stieß einen erstickten Schrei aus. "Wir nennen sowas 'Frozen Corpse'... 'Gefrorener Leichnam' ... " Hicks stimme schien in den Ohren der Jungen zu donnern, obwohl er normal sprach. "Auch ich habe viele meiner Klonkörper auf diese Weise im All gelassen. Leute wie ihr meint deswegen, wir sind so gut wie unsterblich.. aber ich sage, jedesmal stirbt ein Teil von dir." Er schwieg eine Zeitlang. "Versteht ihr, warum ihr vielleicht in großen Glück lebt? Ihr müsst sowas hoffentlich nie erleben. Ihr wisst nicht mal, dass hier vor Jahren eine große Schlacht stattgefunden hat. Und glaubt mir... manchmal kann Unwissen ein Segen sein. Mir ist das nicht mehr möglich. Ich werde mein Leben auf diesem Planeten beschließen. In einem Frieden, den manche für Langeweile halten... und trotzdem meinen gefallenen Kameraden so nah...." |
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